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Rheinmetall Erwartungen übertroffen

| Redakteur: Redaktion AI

Der Automobilzulieferer und Rüstungskonzern Rheinmetall ist im vergangenen Jahr kräftig gewachsen und konnte seinen Konzernumsatz um zehn Prozent steigern.

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Triebfeder für Rheinmetall war das Geschäft mit den Armeen, während das mit den Autokonzernen moderat zunahm. Der Konzernumsatz stieg nach vorläufigen Zahlen um zehn Prozent auf 4,01 Milliarden Euro, wie Rheinmetall am Dienstag in Düsseldorf mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte um 26 Prozent auf 270 Millionen Euro. Unterm Strich verdiente das Unternehmen mit 150 Millionen Euro 22 Prozent mehr.

„Die Zahlen liegen insgesamt über den Erwartungen“, sagte ein Börsianer. Vor allem der Überschuss sei deutlich besser ausgefallen. Auch UniCredit-Analyst Stefan Halter zeigte sich beeindruckt: Die Zahlen seien der erste Schritt zu mehr Vertrauen ins Unternehmen, sagte er in Anspielung auf das in der Vergangenheit maue Autogeschäft. Beim Umsatz hat Rheinmetall seine eigenen Vorgabe punktgenau getroffen, beim EBIT übertraf es sie. Die Anleger zeigten sich angetan: Die Aktie stieg im frühen Handel um 2,22 Prozent auf 46,54 Euro.

Wende in Autosparte erwartet

Im Geschäft mit den Autoherstellern stieg der Umsatz um drei Prozent auf 2,25 Milliarden Euro, das EBIT um sechs Prozent auf 120 Millionen Euro. Analyst Halter zeigte sich zufrieden, hätte die Sparte doch im Rahmen der Erwartungen abgeschnitten. Er rechnet mit der wirtschaftlichen Wende. Dem Geschäftsfeld hatte der Niedergang der US-Autobauer und der steigende Preisdruck zu schaffen gemacht.

Rüstungsgeschäft läuft gut

Speziell das Rüstungsgeschäft schnitt über den Erwartungen ab und konnte seine Rendite steigern: Der Umsatz in der kleineren der beiden Sparten stieg um 21 Prozent auf 1,76 Milliarden Euro, das EBIT um 44 Prozent auf 160 Millionen Euro. Rheinmetall profitiert schon seit einiger Zeit vom Umbau der Verteidigungsarmeen hin zu schnellen Eingreiftruppen. Nicht mehr der schwere Kampfpanzer ist gefragt, sondern vergleichsweise leichte gepanzerte Fahrzeuge, die sich einfach verlegen lassen.

Die Düsseldorfer verbuchten in ihrer Rüstungssparte im vergangenen Jahr Aufträge über 1,80 Milliarden Euro, steigen doch die Rüstungsetats weltweit. So liefert Rheinmetall gemeinsam mit Krauss Maffei Wegmann neue Transportpanzer „Boxer“ und neue Schützenpanzer „Puma“ an die Bundeswehr.

Steigerung in beiden Sparten erwartet

Einen Ausblick für 2008 gab Rheinmetall nicht. Dies soll erst zur Vorlage der endgültigen Bilanz am 19. März 2008 erfolgen. Nach früheren Aussagen rechnen die Düsseldorfer mit steigenden Ergebnissen in beiden Sparten, stellten diese Prognose aber unter den Vorbehalt, dass die Rahmenbedingungen stabil bleiben. Mittelfristig will Rheinmetall eine EBIT-Marge von 9 Prozent erreichen. Aktuell liegt sie bei 6,7 Prozent.

dpa

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