IAA Erweitertes Konzept für Nutzfahrzeug-Messe 2022

Autor / Redakteur: dpa / Andreas Wehner

Die Nutzfahrzeug-Ausgabe der IAA ändert wie schon die Pkw-IAA ihre Ausrichtung. Stärker in den Fokus rücken neue Antriebe, Verkehrssysteme sowie Digitalisierung und Vernetzung.

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Schon bei der letzten IAA-Ausgabe waren autonome Shuttles unterwegs.
Schon bei der letzten IAA-Ausgabe waren autonome Shuttles unterwegs.
(Bild: VDA)

Nach der Überarbeitung der zuletzt kriselnden Pkw-IAA soll auch die nächste Nutzfahrzeug-Ausgabe der Automesse mit einem veränderten Konzept Besucher anziehen. Bei der für Ende September 2022 geplanten Schau in Hannover geht es etwa um die Rolle von Bussen in gemischten Verkehrssystemen, Städteplanung und eine Entlastung des City-Verkehrs durch effizientere Transporte „auf der letzten Meile“. Dies kündigten die Deutsche Messe AG und der veranstaltende Autobranchen-Verband VDA am Dienstag (18. Mai) an.

Auch Technologie- und Infrastrukturfirmen seien dabei. Man brauche „eine noch intensivere digitale Vernetzung in der Logistik“, um die Klimaziele zu erreichen, erklärte VDA-Chefin Hildegard Müller. Weitere Themen seien daher alternative Antriebe sowie eine bessere Integration von Nutzfahrzeugen in das Gesamt-Verkehrssystem mit Zustellrobotern, Zügen, Schiffen und Flugzeugen. Den Vertrag mit der Messegesellschaft verlängerte der Verband bis einschließlich 2028.

Die IAA Nutzfahrzeuge wird normalerweise im Wechsel mit der Pkw-IAA alle zwei Jahre veranstaltet. 2020 war sie wegen der Corona-Lage ins Wasser gefallen – ebenso wie viele andere Ausstellungen in Hannover, darunter die weltgrößte Industrieschau Hannover Messe.

Weniger Ausstellungstage

Messechef Jochen Köckler verwies auf das eigene 5-G-Campusnetz, mit dem ein Hochgeschwindigkeits-Datenaustausch beispielsweise für Simulationen neuer Logistikanwendungen auf dem Gelände möglich sei. Die Dauer der nächsten IAA Nutzfahrzeuge (20. bis 25. September 2022) wird allerdings auf sechs Ausstellungstage reduziert.

Für die nächste Pkw-IAA im kommenden September hatte der VDA ebenfalls ein neues Konzept vorgelegt. Nach einem langen Bewerbungsverfahren, an dem auch Hannover teilgenommen hatte, bekam München den Zuschlag. Es soll nicht mehr eine klassische Ausstellung auf großen Hallenflächen sein – die Autos sollen nun vielmehr auch für Tests und Aktionen in die städtische Mobilität eingebunden werden.

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