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Studie ESP kommt bei den Kleinen zu kurz

| Redakteur: Christoph Baeuchle

Jeder dritte in Europa verkaufte Pkw ist ein Kleinwagen, jeder zehnte kommt aus der Klasse der Kleinstwagen. Doch während in den Fahrzeugen der Mittel- und Oberklasse das Elektronische

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Jeder dritte in Europa verkaufte Pkw ist ein Kleinwagen, jeder zehnte kommt aus der Klasse der Kleinstwagen. Doch während in den Fahrzeugen der Mittel- und Oberklasse das Elektronische Stabilitäts-Programm ESP weitgehend zur Standardausrüstung gehört, sind in den fünf Hauptmärkten Europas im Schnitt nur 13 bzw. 15 Prozent der Klein- und Kleinstwagen mit dem aktiven Sicherheitssystem ausgestattet.

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung, die der Automobilzulieferer Bosch in mehreren europäischen Ländern durchgeführt hat. Laut Studie liegt die ESP-Quote bei Kleinwagen in Deutschland mit 30 Prozent zwar deutlich über dem europäischen Durchschnitt, doch auch hier kommen immer noch mehr als zwei Drittel von ihnen ohne das lebensrettende Sicherheitssystem auf die Straße – für Experten ein schwerwiegendes Defizit.

Insgesamt positive Entwicklung

Trotz dieser Lücke in der aktiven Sicherheitsausstattung bei Klein- und Kleinstwagen bewertet Bosch die Entwicklung von ESP positiv. So hatten 2006 in Europa 43 Prozent aller neu zugelassenen Pkw ESP an Bord, drei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Von den Neuwagen in Deutschland waren 2006 insgesamt 77 Prozent (2005: 72 Prozent) mit dem elektronischen Lebensretter ausgerüstet. Damit belege Deutschland im europäischen Vergleich Platz zwei hinter Schweden mit einer Quote von 91 Prozent. Selbst in der Kompaktklasse verfügten bereits 96 Prozent der deutschen Neuzulassungen über ESP, vier Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Der Durchschnittswert über die fünf Hauptmärkte liege hier noch bei lediglich 69 Prozent. In einigen Ländern wie Großbritannien sei selbst die Mittelklasse noch nicht serienmäßig mit ESP ausgestattet.

Europaweites Engagement für ESP

Die hohe Wirksamkeit des aktiven Sicherheitssystems belegen, laut Bosch, zahlreiche Untersuchungen. Auf europäischer Ebene engagierten sich daher politische Gremien, Organisationen und Automobilclubs intensiv für die Verbreitung von ESP. Aktuellstes Beispiel sei die Kampagne „Choose ESC!“ (engl. = „Wähle ESP“), die am 8. Mai 2007 in Italien startete. Die EU-Kommission hat sich zum Ziel gesetzt, dass spätestens von 2012 an alle Neuwagen mit ESP ausgerüstet werden.

Für Autofahrer, die sich einen Neuwagen kaufen möchten, haben die Sicherheitsexperten des European New Car Assessment Programme (Euro NCAP) eine hilfreiche Übersicht erstellt. Diese listet alle in Europa angebotenen Pkw-Modelle pro Land auf und zeigt, ob ESP serienmäßig, optional oder gar nicht verfügbar ist. Diese Liste ist im Internet zu finden unter: http://www.euroncap.com/esc.aspx

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