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ACEA EU-Automarkt kann nur noch leicht zulegen

| Redakteur: Christoph Baeuchle

Der europäische Automobilmarkt verliert an Schwung. Im August wuchs die Zahl der Pkw-Neuzulassungen in Europa nur noch um knapp zwei Prozent auf etwas über 700.000 Autos.

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EU-Automarkt: Für die ersten acht Monate steht ein Plus von sechs Prozent.
EU-Automarkt: Für die ersten acht Monate steht ein Plus von sechs Prozent.
(Foto: Pixabay)

Der Aufwärtstrend des europäischen Pkw-Marktes hat sich im August fortgesetzt, wenn auch mit deutlich geringerem Wachstum. Insgesamt seien in Europa (EU 28 plus Efta) 701.100 Pkw neu zugelassen worden, ein Plus von 1,8 Prozent, teilte der europäische Herstellerverband ACEA mit. Seit Jahresbeginn hat der europäische Pkw-Markt durchschnittlich um 5,8 Prozent zugelegt.

Der westeuropäische Pkw-Markt stieg im August um gut 1 Prozent auf 640.300 Einheiten. Allerdings hatte dieser Monat in Europa einen Arbeitstag weniger als im Vorjahr. Damit befindet sich Westeuropa nun seit zwölf Monaten auf Wachstumskurs. Die Top-5-Märkte boten jedoch kein einheitliches Bild: Der spanische Pkw-Markt legte zum siebten Mal in Folge zweistellig zu – die Neuzulassungen stiegen um knapp 14 Prozent. In Großbritannien war ein Plus von gut 9 Prozent zu verzeichnen.

In Deutschland (-0,4 Prozent) und Italien (-0,2 Prozent) hingegen blieb die Nachfrage knapp unter dem Vorjahresniveau. Frankreich musste ein Minus von 2,6 Prozent hinnehmen. Auch diverse kleinere Märkte wie die Niederlande (-9,1 Prozent), Österreich (-8,4 Prozent) und Belgien (-4,1 Prozent) entwickelten sich deutlich rückläufig.

Dagegen zeichnete sich in Osteuropa ein kräftiges Wachstum ab. In den neuen EU-Ländern verbuchten die Pkw-Neuzulassungen im August ein Plus von gut 9 Prozent auf 60.800 Neuwagen. Zweistellig wuchsen die Märkte in der Slowakei (+24 Prozent), in Lettland (+22 Prozent), Tschechien (+20 Prozent), Litauen (+16 Prozent) und Ungarn (+14 Prozent). Polen legte um knapp 5 Prozent zu.

Weltweit zeigte sich die Entwicklung der Automobilverkäufe laut Verband der Automobilindustrie (VDA) uneinheitlich. Während China und der US-Markt zulegten, verzeichneten Russland und Brasilien ein deutliches Minus.

USA und China wachsen weiter

Der US-amerikanische Markt für Light Vehicles (Pkw und Light Trucks) stieg im August um gut 5 Prozent auf knapp 1,6 Millionen Einheiten. Weiterhin dominierte die Nachfrage nach Light-Trucks den Markt: Der Absatz wuchs um knapp 9 Prozent auf 831.000 Neufahrzeuge.

In China wurden im August knapp 1,4 Millionen Neuwagen verkauft – fast 10 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres erreichte der Neufahrzeugabsatz ein Volumen von rund 11,5 Millionen Einheiten – ein Plus von gut 13 Prozent.

Die in Japan im April erhöhte Mehrwertsteuer wirkt seither negativ auf die Pkw-Neuzulassungen. Im August ging der Pkw Markt mit 281.300 Einheiten um gut 9 Prozent zurück. In Russland macht sich die Ukraine-Krise immer stärker bemerkbar. Mit 172.000 Einheiten lagen die Neufahrzeugverkäufe um knapp 26 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Und auch der brasilianische Light-Vehicle-Markt musste mit einem Minus von 17 Prozent einen heftigen Rückgang wegstecken.

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