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Europäische Kommission EU-Bußgeld für Schaumstoff-Kartell

| Redakteur: Christoph Baeuchle

Die EU-Kommission hat erneut ein Kartell zur Kasse gebeten: Vier Schaumstoffhersteller, deren Produkte auch in Autositzen zu finden sind, müssen 114 Millionen Euro zahlen.

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EU kämpft gegen Preisabsprachen.
EU kämpft gegen Preisabsprachen.
(Foto: pixabay)

Die Europäische Kommission hat gegen vier Schaumstoffhersteller Bußgelder in Höhe von insgesamt 114 Millionen verhängt. Die Unternehmen Vita, Carpenter, Recticel und Eurofoam hätten über knapp fünf Jahre hinweg Preisabsprachen getroffen, teilte die EU-Kommission mit. Etwa ein Viertel des gesamten Weichschaummarktes betrifft die Automobilindustrie, vorwiegend in Sitzen.

Am härtesten traf es Carpenter mit einem Bußgeld in Höhe von 75 Millionen Euro. Lediglich Vita kam ungeschoren davon, da das Unternehmen als Kronzeuge auftrat.

Die Autozulieferindustrie ist bereits seit längerem im Visier der Brüsseler Behörden. „Wir vermuten Kartelle bei fast allen Teilen, die man für ein Auto braucht. Das ist unglaublich“, hatte EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia Anfang des Jahres dem Hamburger Magazin „Stern“ gesagt. Im Laufe dieses Jahres werde es einige Entscheidungen geben.

Bereits im vergangenen Sommer hatte die EU-Kommission wegen verbotener Absprachen bei der Lieferung von Kabelbäumen ein Bußgeld von insgesamt 141,8 Millionen Euro verhängt, der Nürnberger Zulieferer Leoni musste davon 1,38 Millionen Euro tragen.

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