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Elektromobilität EU-Millionen für neue Elektro-Ladestationen

| Autor / Redakteur: ampnet/hrr / Wolfgang Sievernich

Das Verkehrsförderprogramm Transeuropäische Netze (TEN-T) unterstützt ein offen zugängliches Netz von Schnell-Ladestationen für Elektrofahrzeuge an europäischen Autobahnen.

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Die EU fördert die Errichtung von Elektro-Ladestationen an den europäischen Autobahnen.
Die EU fördert die Errichtung von Elektro-Ladestationen an den europäischen Autobahnen.
(Foto: Auto-Medienportal.Net)

Unüberbrückbare Entfernungen wegen zu großer Versorgungslücken in Europa sollen für Elektroautos in Zukunft entfallen. Von Nürnberg oder München nach Amsterdam oder Den Haag? Kein Problem. Auch Hamburg, Stockholm oder Oslo werden vom Süden aus für Fahrzeuge, die ihren Treibstoff ausschließlich aus der Steckdose beziehen, in einem Rutsch erreichbar – wenn auch je nach Reichweite mit ein paar Stopps zum Nachladen. Dieses Ziel soll bereits Ende des Jahres mit finanzieller Unterstützung der EU-Kommission in greifbare Nähe rücken.

Gesamtkosten fast neun Millionen Euro

Dafür macht die EU über vier Millionen Euro aus dem europäischen Verkehrsförderprogramm Transeuropäische Netze (TEN-T) locker. Denn entlang der wichtigsten Autobahnen, die die Niederlanden, Dänemark, Schweden und Deutschland verbinden, soll ein offen zugängliches Netz von Schnell-Ladestationen für Elektrofahrzeuge entstehen. Das Vorhaben wurde im Rahmen der jährlichen TEN-T-Aufforderung mit Hilfe externer Sachverständiger für eine EU-Finanzierung ausgewählt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 8,4 Millionen Euro. Empfänger der Gelder und zuständig für die Umsetzung ist unter anderem die VDE Prüf-und Zertifizierungsinstitut GmbH in Frankfurt.

Deren System aus Wissenschaft, Normung und Prüfung vereint Experten für Forschung und Entwicklung bedeutender Innovationsfelder unter einem Dach. Zwei Drittel der Bundesbürger kennen den Verband durch das VDE-Zeichen als Marke für elektrotechnische Sicherheit, doch das Kerngeschäft des VDE ist der Wissenstransfer. Sein Netzwerk fungiert dabei als Plattform für den fachübergreifenden Informationsaustausch rund um Technik und Trends. Experten der VDE-Fachgesellschaften für Informations-, Energie-, Medizin-, Mikro- und Nanotechnik sowie Automation entwickeln Innovationsstrategien und fördern den internationalen Dialog zwischen Forschern, Entwicklern und Anwendern.

Studie zur Zusammenarbeit der Ladesysteme

Ein Teil des EU-Projekts wird einer Studie zur Interoperabilität, also der Fähigkeit zur Zusammenarbeit verschiedener Ladesystemen und -techniken für eine nachhaltige Infrastruktur und zur Planung des Netzes gewidmet sein. Im Zuge des Pilotvorhabens werden insgesamt 155 Ladestationen entlang der wichtigsten Autobahnen installiert, 30 in den Niederlanden, 23 in Dänemark, 35 in Schweden und 67 in Deutschland.

Die neue Verkehrsstraßen für Elektrofahrzeuge, so die EU-Kommission, sollen dazu beitragen, den Ausbau des Elektrofahrzeugverkehrs in Nordeuropa zu beschleunigen, und als vorbildliche Praxis für andere Länder dienen.

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