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ACEA Europäischer Automarkt legt weiter zu

Redakteur: Christoph Baeuchle

Das Absatzwachstum in Europa nimmt weiter Fahrt auf: Im Oktober stiegen die Zulassungszahlen um 6,2 Prozent. Dagegen sieht es in anderen Regionen schlecht aus.

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Im Oktober legten die Neuzulassungen den 14. Monat in Folge zu und stiegen um 6,2 Prozent.
Im Oktober legten die Neuzulassungen den 14. Monat in Folge zu und stiegen um 6,2 Prozent.
(Foto: Pixabay)

In Europa geht es weiter aufwärts: Im Oktober legten die Neuzulassungen den 14. Monat in Folge zu und stiegen um 6,2 Prozent. Insgesamt seien in Europa (EU 28 plus Efta) 1,11 Millionen neue Pkw zugelassen worden, teilte der europäischen Herstellerverband ACEA mit. Seit Jahresbeginn stiegen die Neuzulassungen um 5,9 Prozent auf über elf Millionen Einheiten.

Wachstum gab es sowohl in West- als auch in Osteuropa. Mit einem Plus von 13 Prozent auf knapp 82.000 Einheiten legten die osteuropäischen Länder mehr als doppelt so stark zu wie die westeuropäischen. Die westlichen Märkte wuchsen im Schnitt um sechs Prozent auf gut 991.000 Neuzulassungen.

Zur positiven Entwicklung hat die Mehrzahl der „Big Five“ deutlich beigetragen: Spanien (+26,1 %), Großbritannien (+14,2 %), Italien (+9,2 %) und Deutschland (+3,7 %) sind zum Teil kräftig im Plus. Nur Frankreich bleibt zurück: Mit einem Minus von 3,8 Prozent war die Kauflaune im Nachbarland erneut rückläufig. Damit verbuchten die Franzosen den größten Rückgang in Europa.

Nur wenige, wesentlich kleinere Märkte konnten ebenfalls das Vorjahresniveau nicht erreichen: Belgien (–3,5 %), Dänemark (–3,0 %), Finnland (–2,8 %) und die Niederlande (–2,5 %) waren im Minus.

Viele Fabrikate im Aufschwung

Von der positiven Entwicklung der Märkte profitierten auch die meisten Fabrikate. Mit Ausnahmen: Abgesehen von der Marke Smart (–52,0 %), deren die Kunden auf das neue Modell warten, traf das Minus vorwiegend japanische Marken: Bei Honda (–3,4 %) und Toyota (–1,9 %) lag der Rückgang im unteren einstelligen Prozentbereich, Suzuki (–0,1 %) verharrte quasi auf Vorjahresniveau.

Dagegen konnten die deutschen Marken überwiegend zulegen: Die Premiummarken Mercedes (+9,9 %), Audi (+7,9 %) und BMW (+6,6 %) machten einen kräftigen Sprung. Volkswagen (+5,3 %) stand dem nur wenig nach.

Auch die meisten anderen Volumenhersteller waren – zum Teil deutlich – im Plus. Renault konnte im Oktober um 5,3 Prozent zulegen, Dacia wuchs gar um ein Viertel (+24,5 %). Problemkinder waren eher die Marken des PSA-Konzerns: Sowohl Peugeot (+1,5 %) als auch Citroën (+0,6 %) sind zwar im Plus, blieben aber hinter dem Markt zurück.

Weltmarkt schwächelt

Mit dem Wachstum in Europa konnten auch einige andere Weltregionen nicht mithalten. Russland (–10,0 %), Indien (–8,0 %), Japan und Brasilien (beide –7,0 %) seien deutlich im Minus, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) mit. Doch während die Bric-Staaten Brasilien, Russland und Indien auch im Jahresverlauf negative Zahlen ausweisen, ist Japan in den ersten zehn Monaten noch im Plus.

Treiber der Marktentwicklung ist nach wie vor China: Im Reich der Mitte legte der Absatz um knapp zehn Prozent auf gut 1,6 Millionen Pkw zu. Damit wies China zwar das stärkste Wachstum auf, lag jedoch im Oktober leicht unter seinem bisherigen Jahresschnitt von zwölf Prozent. In den ersten zehn Monaten wurden in China 14,7 Millionen Pkw verkauft.

Auf dem US-Markt stiegen im Oktober 2014 die Verkäufe um sechs Prozent auf knapp 1,3 Millionen Light Vehicles (Pkw und Light Trucks). Das Wachstum war weiterhin im Light-Truck-Segment höher als im Pkw-Bereich. Insgesamt wuchs das Marktvolumen von Light Vehicles im bisherigen Jahresverlauf um über fünf Prozent auf gut 13,6 Millionen Einheiten.

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