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Prognose Europäischer Markt wächst 2015 schwächer

Redakteur: Andreas Wehner

Während der Neuwagenabsatz in Europa nach einer Prognose des Beratungsunternehmens PWC in diesem Jahr um 5,3 Prozent im Plus liegen wird, dürfte sich das Wachstum 2015 verlangsamen.

Für dieses Jahr rechnen die Experten mit einem Plus von 5,3 Prozent im Vergleich zu 2013.
Für dieses Jahr rechnen die Experten mit einem Plus von 5,3 Prozent im Vergleich zu 2013.
(Foto: Wehner)

Der europäische Automarkt wird auch 2015 wieder wachsen. Allerdings werde die Absatzsteigerung nicht mehr so hoch sein wie noch 2014, prognostiziert das Beratungsunternehmen PWC. Für dieses Jahr rechnen die Experten mit einem Plus von 5,3 Prozent im Vergleich zu 2013. Mit rund 13 Millionen Einheiten markiert 2014 somit das Ende eines langen Negativtrends: Erstmals seit Beginn der Finanzkrise im Jahr 2008 verbucht der europäische Automarkt wieder ein Plus.

Für 2015 rechnet PWC allerdings nur noch mit einem Wachstum der Neuzulassungen von 2,7 Prozent. Der Grund dafür sei einerseits, dass von wichtigen Volkswirtschaften wie Deutschland und Frankreich keine signifikanten Wachstumsimpulse in die Märkte gesendet würden. Andererseits dämpften die ungelösten politischen Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten die Konsumbereitschaft.

Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen wird in Deutschland im Gesamtjahr 2014 voraussichtlich um 2,9 Prozent auf 3,04 Millionen Fahrzeuge steigen. Nach einem guten Start zu Jahresbeginn mit einem Plus von 7 Prozent im Januar hat die Nachfrage nach neuen Pkw im weiteren Jahresverlauf jedoch nachgelassen. 2015 könnte das Neuwagengeschäft noch weiter an Schwung verlieren. Die PWC-Experten rechnen im kommenden Jahr mit 3,07 Millionen Einheiten. Das entspräche dann einem Plus von 1,1 Prozent.

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) geht dagegen für 2015 von einem rückläufigen Pkw-Markt in Deutschland aus. Bei den Neuzulassungen seien nach Ansicht des Verbands rund 2,95 Millionen Neuzulassungen denkbar. Der Gebrauchtwagenmarkt könne dagegen auf leichte Belebung hoffen, sodass im Jahr 2015 rund 7 Millionen Besitzumschreibungen möglich seien. Der Informationsdienstleister Schwacke hatte zuvor 6,9 Millionen prognostiziert. Für das Werkstattgeschäft rechnet der ZDK im kommenden Jahr mit einer Stabilisierung auf dem Niveau von 2014.

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