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ACEA Europäischer Nfz-Markt wächst zweistellig

| Redakteur: Christoph Baeuchle

Der europäische Nutzfahrzeugmarkt nimmt wieder Fahrt auf: Die Neuzulassungen im Mai stiegen um 10,6 Prozent. Nach der Delle im April knüpft die Entwicklung an das starke Plus im Frühjahr an.

Die Neuzulassungen legen im Mai um 10,6 Prozent zu.
Die Neuzulassungen legen im Mai um 10,6 Prozent zu.
(Foto: MAN)

Erneut kann der europäischen Nutzfahrzeugmarkt kräftig zulegen. Die Neuzulassungen seien in den 28 EU- und den drei Efta-Ländern im Vergleich zum Vorjahresmonat um 10,6 Prozent auf knapp 158.000 Einheiten gestiegen, teilte der europäische Herstellerverband ACEA mit.

Damit knüpft die Entwicklung an das starke Wachstum im Februar und März an, nachdem die Erholung des Marktes im April mit einem Plus von rund 5 Prozent etwas langsamer voranging. Insgesamt hält der Aufwärtstrend des europäischen Nutzfahrzeugmarktes nun bereits den neunten Monat in Folge an.

Sowohl die osteuropäischen (+15 %) als auch die westeuropäischen Länder (+10,4 %) konnten im Mai zulegen. Dabei zeigte sich Deutschland ein weiteres Mal als Wachstumslokomotive: Hier legten die Neuzulassungen um 16,1 Prozent auf 28.000 Nutzfahrzeuge zu.

Auch in zahlreichen anderen Ländern entwickelten sich die Märkte sehr positiv: In Großbritannien (+12 %) und Spanien (+41,6 %) fiel das Wachstum in absoluten Zahlen ähnlich aus.

Sorgenkind bleibt weiter die französische Republik: Mit einem Absatz auf Vorjahresniveau (–0,1 %) war Frankreich eher ein Bremsklotz bei der positiven Entwicklung. Nur wenige und zumeist kleine Märkte schnitten noch schlechter ab: Belgien (–12,9 %), Finnland (–7,1 %) und Tschechien (–10,9 %) waren noch die größten Länder mit roten Zahlen.

Zur positiven Gesamtentwicklung trugen im Mai vor allem Stadt- und Reisebusse sowie Transporter bei. Die kleinen Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen legten in Gesamteuropa um 13,5 Prozent zu. Im Osten (+17,5 %) und Westen (+13,5 %) zeichnete sich eine ähnliche Entwicklung ab.

Unter den größeren Märkten verzeichnete Spanien mit einem Zuwachs von 45,1 Prozent das größte Plus. Aber auch Großbritannien (+18,4 %), Deutschland (+17,3 %) und Italien (+15,3 %) legten kräftig zu. Dagegen zählte ein Rückgang wie in Tschechien (–25,4 %) und Belgien (–12,5 %) zur Ausnahme.

Nicht so bei den schweren Nutzfahrzeugen über 16 Tonnen. Hier blieb der Markt mit einem leichten Rückgang von 0,2 Prozent quasi auf Vorjahresniveau. Zahlreiche Märkte kämpften mit stark rückläufigen Neuzulassungen, allen voran Frankreich (–30,2 %) und Großbritannien (–17,6 %) bekamen die vorgezogenen Käufe im Rahmen der Euro-VI-Einführung zu spüren.

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