Acea-Prognose Europas Autobauer erwarten Pkw-Markt 20 Prozent unter Vorkrisenniveau

Quelle: dpa

Der Branchenverband Acea rechnet dieses Jahr mit einem Autoabsatz von 10,5 Millionen Einheiten. Das entspräche einem Plus von knapp acht Prozent zum Jahr 2021. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 würden aber immer noch 20 Prozent der Neuzulassungen fehlen.

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Trotz des voraussichtlichen Anstieges der Pkw-Verkäufe bleibt eine Lücke von etwa einem Fünftel im Vergleich zum Jahr 2019. Für einen Lichtblick sorgt das starke Wachstum der Elektroautos.
Trotz des voraussichtlichen Anstieges der Pkw-Verkäufe bleibt eine Lücke von etwa einem Fünftel im Vergleich zum Jahr 2019. Für einen Lichtblick sorgt das starke Wachstum der Elektroautos.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Die europäischen Autobauer erwarten 2022 zwar wieder einen Anstieg ihrer Verkäufe in der EU, vom Vorkrisenniveau bleiben sie nach zwei Jahren Pandemie aber weit entfernt. Dank einer sich stabilisierenden Chipversorgung prognostiziert der Branchenverband Acea einen Absatz von 10,5 Millionen Pkw, wie er am Dienstag mitteilte. Das entspricht einem Wachstum von 7,9 Prozent. Dennoch bliebe damit eine Lücke von etwa einem Fünftel zum Vorkrisenniveau des Jahres 2019.

Sowohl 2020 als auch 2021 waren die Pkw-Verkäufe in Europa gesunken. Zuletzt hatte die Industrie stark unter einem Mangel an Halbleitern gelitten. Der Acea forderte die EU daher auf, ihre Abhängigkeit von Lieferanten in Übersee zu reduzieren, um entsprechende Schäden für wichtige Industriezweige in Zukunft zu vermeiden.

Zahl der öffentlichen Ladepunkte nicht ausreichend

Acea-Präsident und BMW-Chef Oliver Zipse lobte im Rückblick das starke Wachstum der Verkäufe von aufladbaren Autos – also Fahrzeuge mit Plug-in-Hybrid oder rein batteriebetriebene Elektroautos. Man dürfe aber nicht vergessen, dass es sich dabei um einen fragilen Markt handle, mahnte er. Dieser hänge stark von Unterstützungsmaßnahmen wie Kaufprämien und vor allem von der Verfügbarkeit einer Ladeinfrastruktur ab.

Dabei bereitet Zipse das Tempo des Ladenetzausbaus Sorgen: Zwischen 2017 und 2021 hätten sich die Verkäufe von Elektroautos mehr als verzehnfacht, betonte er. Die Zahl der öffentlichen Ladepunkte sei aber nur auf das Zweieinhalbfache gestiegen – laut Acea sind es knapp 260.000. Wenn nicht bald ambitionierte Ziele für alle EU-Staaten gesetzt würden, werde dies das Wachstum ausbremsen, warnte Zipse.

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