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ACEA Europas Automarkt weiter auf Erholungskurs

| Redakteur: Andreas Grimm, Andree Stachowski

Im Juni legten die Pkw-Verkäufe europaweit zum zehnten Mal in Folge zu – um 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Damit ist auch die Halbjahresbilanz klar positiv.

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Große Märkte wachsen im Juni – außer Deutschland.
Große Märkte wachsen im Juni – außer Deutschland.
(Foto: Daimler)

Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen in den 31 Ländern der EU und der Efta ist im Juni weiter gestiegen. Nach Angaben des Herstellerverbands Acea kamen 1,23 Millionen Fahrzeuge erstmals auf die Straßen. Das ist ein Zuwachs um 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Den Angaben zufolge bleibt es dennoch das zweitschlechteste Juni-Ergebnis in den vergangenen elf Jahren.

Die großen Absatzmärkte in Europa legten im Juni mit Ausnahme Deutschlands (- 1,9 %) zu. Vor allem in Spanien setzt sich der Aufschwung mit einem Zuwachs um 23,9 Prozent fort. Auch in Großbritannien ist der Absatz überdurchschnittlich gewachsen (+ 6,2 %), während die Entwicklung in Italien (+3,8 %) und in Frankreich (+ 2,5 %) unterdurchschnittlich verlief.

Insgesamt blieb die Juni-Zulassungsentwicklung in Westeuropa (+3,7 %) hinter der europäischen Gesamtentwicklung zurück. Dagegen ist der Verkauf in den osteuropäischen Staaten mit einem Plus von 13,6 Prozent deutlich besser angesprungen.

Halbjahresplus in Ost und West

Durch den Juni-Zuwachs, den zehnten Anstieg in Folge, summiert sich das Halbjahresergebnis auf 6,85 Millionen Neuwagen. Das ist gegenüber dem ersten Halbjahr 2013 ein Zuwachs um fast 500.000 Einheiten oder 6,2 Prozent. Damit bewegt sich der europäische Automarkt weiter auf eine Normalisierung des Absatzvolumens hin, nachdem er im vergangenen Jahr auch vor dem Hintergrund der Euro-Schuldenkrise noch tief in einer Absatzkrise steckte.

Kumuliert kommt der westeuropäische Automarkt von Januar bis Juni auf 6,39 Millionen Neuzulassungen (+5,5 %). In den 13 osteuropäischen Staaten der EU wurden im gleichen Zeitraum 458.000 Fahrzeuge erstmals zugelassen (+17,4 %).

Differenzierte Markenentwicklung

Vom Absatzplus des ersten Halbjahres profitierten die Konzerne und ihre Marken sehr unterschiedlich. Der Volkswagenkonzern baute seine Stellung in Europa dank der starken Entwicklung von Seat (+12,1 %) und Skoda (+19,4 %) aus. Sein Marktanteil stieg von 24,9 auf 25,1 Prozent. Dagegen rutsche die BMW Group von 6,3 auf 6,1 Prozent ab, Daimler von 5,5 auf 5,3 Prozent. Ursache waren jeweils die vor Modellwechseln stehenden Kleinwagenmarken Mini und Smart.

Der GM-Konzern verlor deutlich an Marktanteilen von 7,9 auf 7,5 Prozent, allerdings ausschließlich wegen der Einstellung des Chevrolet-Vertriebs. Der größte Sprung nach vorn gelang dem Renault-Konzern, da sowohl die Kernmarke Renault als auch Dacia ihre Absätze deutlich erhöhten.

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