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Safety Week 2013 Experten diskutieren die Fahrzeugsicherheit von morgen

| Redakteur: Michael Ziegler

Vom 13. bis 16. Mai fand die alljährliche „Safety Week“ in Aschaffenburg statt. Auf dem Wissenskongress „Safety Up Date“ mit begleitender Fachausstellung informierten Experten bereits zum 11. Mal über aktuelle Entwicklungen in der Fahrzeugsicherheit. Im Fokus stand vor allem die Fahrerassistenz.

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Die Hauptveranstaltung „Safety Up Date“ fand im großen Saal der Stadthalle in Aschaffenburg statt. Die Referenten aus Wirtschaft und Forschung informierten die Besucher umfassend über die neusten Systeme der passiven und aktiven Fahrzeugsicherheit.
Die Hauptveranstaltung „Safety Up Date“ fand im großen Saal der Stadthalle in Aschaffenburg statt. Die Referenten aus Wirtschaft und Forschung informierten die Besucher umfassend über die neusten Systeme der passiven und aktiven Fahrzeugsicherheit.
(Foto: Carhs / Jessica Demirkaya )

Jedes Jahr treffen sich in der Stadthalle in Aschaffenburg Menschen, die ein gemeinsames Ziel haben: Die Sicherheit im Straßenverkehr zu verbessern. Referenten aus Wirtschaft und Forschung informierten die Besucher umfassend über die neusten Systeme der passiven und aktiven Sicherheit, und – für OEMs und Zulieferer gleichermaßen interessant – deren Berücksichtigung bei Testverfahren, wie dem Euro NCAP.

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Neben der bekannten Hauptveranstaltung „Safety Up Date“ und der Ausstellung „Safety Expo“ fand am 15. Mai erstmals parallel die Veranstaltung „Safety Assist“ statt. Hier stand die Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen im Mittelpunkt. Immer leistungsfähigere Hard- und Software ermöglicht neue Sicherheitsfunktionen und gleicht menschliche Fehler aus – die Hauptursache der meisten Verkehrsunfälle. Deshalb kommt dem Verifikationsprozess in der Fahrerassistenzsystementwicklung eine besonders wichtige Rolle zu. Die Referenten widmeten sich nicht der Technik der Assistenzsysteme, sondern den dazu notwendigen Entwicklungswerkzeugen in der Validations- und Verifikationsphase. Die Themen umfassten die experimentelle Erprobung von Assistenzsystemen, die Automatisierung des Testbetriebs, den Test im realen Verkehr und die numerische Simulation einschließlich der dazu notwendigen Datenerhebung. Internationale Experten stellten in dem englischsprachigen Kongress Lösungen für die Verifikation von Assistenzfunktionen vor und zeigten, wie diese in den Entwicklungsprozess integriert werden können.

Test von Assistenzsystemen

Klaus Baltruschat von Tüv Süd Automotive beschäftigt sich mit der Entwicklung von Testplänen für Assistenzsysteme und wählt dabei einen interdisziplinären Ansatz, der bewährte Methoden aus anderen hochsicherheitsrelevanten Gebieten (z.B. der Signaltechnik der Bahn und aus verwandten Gebieten wie der Fahrdynamik) übernimmt und auf die entsprechende Automotive-Anwendung maßschneidert, so dass ein voll umfänglicher Testkatalog entsteht. Die daraus abgeleiteten Tests werden unter Verwendung von Lenk- u. Bremsrobotern durchgeführt, um eine möglichst hohe Reproduzierbarkeit der Fahrmanöver zu gewährleisten. Wegen der Komplexität der Systeme und der Situationen reichen Tests auf Testgeländen aber nicht aus. Sie müssen durch Simulationen und Erprobungen im öffentlichen Straßenverkehr ergänzt werden. „Bei diesen Tests denken viele Leute an die USA und Nevada, da der Eindruck besteht, dass nur dort die Gesetze den unkomplizierten Einsatz von autonom fahrenden Forschungsfahrzeugen im öffentlichen Straßenverkehr ermöglichen. Die deutsche Gesetzgebung erlaubt dies aber ebenso“, erläuterte Klaus Baltruschat in seinem Vortrag.

Während den Pausen nutzen die Besucher die Möglichkeit neue Kontakte zu knüpfen und ihr berufliches Netzwerk auf- und auszubauen. Im Rahmen der Fachausstellung „Safety Expo“, die sich direkt im Eingangsbereich vor den Veranstaltungssälen befindet, präsentierten zudem zahlreiche Unternehmen ihre Produkte und Konzepte.

Weitere Informationen finden Sie auf der Safety Week Webseite.

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