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Cabriolet Fahrbericht BMW 4er Cabrio: Offene Mittelklasse

| Autor / Redakteur: Patrick Broich/sp-x / Thomas Günnel

Im März geht die offene Version des Mittelklasse-Coupés von BMW an den Start. Der Münchner wird etwas größer, einen Tick komfortabler und ein wenig teurer. Ein Fahrbericht.

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Die offene Version des Mittelklasse-Coupés von BMW, das 4er Cabrio, wird etwas größer und komfortabler – aber auch etwas teurer als sein Vorgänger.
Die offene Version des Mittelklasse-Coupés von BMW, das 4er Cabrio, wird etwas größer und komfortabler – aber auch etwas teurer als sein Vorgänger.
(Foto: BMW)

Nachdem die Kunden ja bereits ausgiebig Zeit hatten, sich das neue BMW 4er-Coupé bei den Händlern anzuschauen, konnte die entsprechende dachlose Variante natürlich keine große Überraschung mehr werden. Erwartbar war, dass sich das Design an die geschlossenen Vertreter anlehnen würde. Und klar war eigentlich auch, dass sich die Optik im Vergleich zum Vorgänger, der noch Dreier hieß, eher evolutionär statt radikal weiterentwickeln würde. Denn bei einem volumenträchtigen Modell wie einer Mittelklasse steht viel Geld auf dem Spiel im Falle einer riskanten Veränderung.

Es darf etwas mehr sein

Die Käufer müssen etwas mehr Geld mitbringen als zu 3er-Zeiten, um in die luftige 4er-Welt einzusteigen: Statt 44.500 Euro für das ehemalige 320d Cabrio werden nun 46.300 Euro für die Nummer 420d (5,1 l/100 km) fällig. Sechszylinder-Turbo-Interessenten müssen glatte 54.000 Euro (früher 52.550) hinblättern und laut Werk bis zu 8,1 l Benzin je 100 km (Schaltgetriebe) akzeptieren. Dafür kommt statt der Klimaanlage nun eine Klimaautomatik frei Haus, und das elektrische Stahlverdeck kann bis zu einer Gescheindigkeit von 18 km/h geöffnet und auch wieder verschlossen werden – eine eher exotische Funktion bei den Metalldachcabrios.

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Noch mehr Dynamik

Und es gibt etwas mehr Auto beim künftigen Mittelklasse-Cabrio aus München. Der Radstand wuchs um fünf Zentimeter, um es den hinteren Insassen etwas geräumiger zu machen. Zwar kann keine Rede von verschwenderischem Platz sein, aber gut reisen lässt es sich durchaus. Vorn gilt das sowieso, das Gestühl gefällt mit seiner Konturierung. In Sachen Fahrdynamik haben die Bayern wieder ein Quäntchen draufgelegt verglichen mit dem Dreier. Vorstand Herbert Diess weist auf 40 Prozent mehr Karosserie-Steifigkeit hin, außerdem tun ein niedrigerer Schwerpunkt sowie eine breitere Spur das ihre, damit der 4er auch offen schneller um die Ecke kommt. Die elektrische Servolenkung arbeitet exakt und auf Wunsch (300 Euro) auch mit variabler Übersetzung. Dadurch wird der Mittelklässler beim Rangieren in der City spürbar wendiger.

Sport und Komfort mit adaptiven Dämpfern

Vor allem die Topversion 435i verleiht dem Cruiser neben Sportlichkeit ebenso kommode Fahreigenschaften. Der hier etwas zurückhaltender als im 335i klingende Reihensechser sorgt für souveränes Fortkommen aus jeder Lebenslage heraus und kann auf Wunsch schwarze Striche auf den Asphalt malen. Er bleibt bis zum Begrenzer laufruhig und hebt seine Stimme selbst bei forcierter Gangart nur wenig an. Der geschmeidige Benziner harmoniert wunderbar mit der Achtgang-Wandlerautomatik von ZF. Überdies sorgen die gegen 1.100 Euro Aufpreis lieferbaren adaptiven Dämpfer für guten Komfort auf Schlechtwegestrecken, ohne das Cabrio auch nur ansatzweise phlegmatisch wirken zu lassen.

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