Fahrbericht Fahrbericht Mazda 3: Der Nebenbuhler in der Golf-Klasse

Redakteur: Wolfgang Sievernich

Wir testeten den japanischen Golf-Konkurrenten mit 150 PS Skyactiv-Diesel als Fünftürer. Der Kompaktwagen wird in der dritten Generation angeboten und wurde zum ernsthaften Wettbewerber für die Platzhirsche aus Wolfsburg und Rüsselsheim.

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Der Mazda 3 in der 150 PS Diesel-Variante ist ein ernsthafter Golf-Gegner, der sich kaum Schwächen leistet.
Der Mazda 3 in der 150 PS Diesel-Variante ist ein ernsthafter Golf-Gegner, der sich kaum Schwächen leistet.
(Foto: Wolfgang Sievernich)

Im Kompaktwagensegment, oder der sogenannten Golf-Klasse orientieren sich alle Automobilhersteller am Platzhirsch aus Wolfsburg. Auch die japanische Marke Mazda macht da keine Ausnahme und stellte im Jahr 2013 den wohl ernsthaftesten Gegner der Klasse vor. In der dritten Generation gefertigt verfolgt der Mazda 3 eine eigene Designlinie, die sich auch bei den anderen Modellen der Marke wiederfindet, ohne wie eine Kopie zu wirken. Schnittiges Design, schmale Leuchten an Front und Heck folgen der japanischen Designsprache, wirken aber auch für europäische Geschmäcker wie aus einem Guss. Lediglich die kleine Heckscheibe lässt vermuten, dass die Rundumsicht hier Abstriche erleiden könnte, die Mazda aber mit Parksensoren und einer Heckkamera amortisiert. Den Mazda 3 gibt es als Vier- und Fünftürer, wir testeten die Fliessheckversion mit fünf Türen.

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Überzeugendes Lenkrad

Der Innenraum ist modern geschnitten, das sportliche Dreispeichen-Lenkrad liegt gut in der Hand, und alle Armaturen sowie Schalter sind in Griffweite. Die vernünftig großen Lenkradtasten überzeugen uns. Sie sind haptisch sehr gut erstastbar und geben dem Fahrer ein gutes Feedback über die jeweilige Aktion. Wie Marktüblich lassen sich mit ihnen die Freisprecheinrichtung, das Radio und der Tempomat bedienen. Auch das Klimabedienteil und der in der Mittelkonsole untergebrachte „Multi Commander“, ein Drehsteller im Stil von BMW liegen in Griffweite und sind einfach zu bedienen. Besonders knackig präsentiert sich das Sechsganggetriebe, kurze Schaltwege verleihen sportliches Flair.

Infotainment mit Social Media-Anbindung

Der Innenraum gefällt mit schwarzem Leder. Besonders auffällig ist der mittig platzierte analoge Drehzahlmesser im ansonsten digitalen Cockpit. Die Geschwindigkeitsanzeige wird entweder über eine Digitalanzeige oder – besser – über das Headup-Display dargestellt und ist bei letzterem ständig, aber unaufgeregt im Blick. Das Infotainmentsystem besitzt einen 7-Zoll-Farbbildschirm mit Touchscreen, der allerdings während der Fahrt nicht mehr zu bedienen ist. Nach anfänglicher Verzweiflung kann das Display aber auch während der Fahrt über den Drehsteller weiterhin bedient werden, sodass auch der Beifahrer beispielsweise Navigationsdaten eingeben kann. Das sogenannte MZD Connect vereint Audio, Kommunikation und Navigation und hat neben Internetradio auch eine Social Media Integration zu Facebook und Twitter. Darüber hinaus kann man auch Restaurants, Hotels und Wetterdaten abrufen. Die Menüführung ist fast optimal, einzig das Navigationssystem ist es nicht ganz. Speziell die kürzeste Route konnte uns im Test nicht überzeugen, hier wäre eine Wahl an alternativen Strecken vorteilhaft gewesen – da einen sonst die Navigation penetrant zur vorgeschlagenen Route zurückleiten möchte.

Motor top abgestimmt

Der 150 PS starke Dieselmotor ist ein wahrer Quell an Lebensfreude und ideal mit dem Sechsganggetriebe abgestimmt. Ob Landstraße, Stadt oder auf der Autobahn: 380 Newtonmeter Drehmoment bei nur 1.800 Umdrehungen pro Minute versprechen Durchzug in allen Lebenslagen. Speziell auf der Autobahn gefällt die gute Beschleunigung des 150 PS Turbodiesel Aggregat, ohne die Ohren zu belasten. In Kombination mit dem Tempomaten kann man den Wagen sogar Langstrecken-Pendlern empfehlen. Dass dabei der Verbrauch bei 7 Litern auf 100 Kilometern auch bei hohen Geschwindigkeiten (Höchstgeschwindigkeit 210 Kilometer pro Stunde) nahezu wie festgenagelt war, kann das gute Abschneiden in unserem Testfuhrpark nur unterstreichen. Wobei wir damit aber auch fast drei Liter (4,1 Liter) über der (theoretischen) Werksangabe liegen.

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Gute Platzverhältnisse vorne

Die Platzverhältnisse im Innenraum sind Marktüblich. Während die Vordersitze auch großgewachsenen Personen ausreichend Platz bieten, geht es auf der Rückbank naturgemäß enger zu. Der Kofferraum ist mit 364 Litern sowohl für das kleine als auch größere Gepäck ausreichend, im Zweifelsfall kann der Platz durch Umlegen der Rücksitze auf 1.263 Liter erweitert werden.

Fazit

Im Fazit hat sich der Mazda 3 bewährt. Ein guter Kompaktwagen der sich kaum Schwächen leistet und im Testalltag gerne und viel genutzt wurde. Der Preis für die Sports-Line Ausstattung beträgt ab 27.590 Euro. Er muss den Vergleich mit dem Golf nicht scheuen. Ein Grund weswegen man den Wagen seit seiner Einführung auch häufiger auf unseren Straßen sieht.

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