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Zulieferer Faurecia entwickelt Partikelfilter für Benziner

Redakteur: Wolfgang Sievernich

Der Automobilzulieferer Faurecia hat einen Partikelfilter für Ottomotoren entwickelt. Mit ihm sollen die Motoren die ab 2017 geltende Abgasnorm Euro 6c erfüllen.

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Faurecia entwickelt den ersten Benzin-Partikelfilter für Direkeinspritzer.
Faurecia entwickelt den ersten Benzin-Partikelfilter für Direkeinspritzer.
(Foto: Faurecia)

Für die ab 2017 geltende Abgasnorm Euro 6c werden Partikelfilter für Ottomotoren Pflicht. Sie erlaubt für Motoren mit Direkteinspritzung nur noch ein Zehntel des derzeitigen Rußpartikelausstoßes. Der Automobilzulieferer Faurecia startete im Jahr 2011 mit der Entwicklung und begann 2014 mit der Serienproduktion des weltweit ersten Benzinpartikelfilters für eine europäische Premiummarke.

Starke Nachfrage erwartet

„Rußpartikel sind kein spezifisches Dieselproblem“, sagt Emmanuel Jean, Emissions Master Expert bei Faurecia Emissions Control Technologies. „Auch Benziner, darunter besonders die Motoren mit Direkteinspritzung, erzeugen Partikel.“ Da sich der direkteingespritzte Kraftstoff erst im Brennraum mit Luft mischt, wäre es möglich, dass einzelne Tröpfchen nicht vollständig verdampfen. Infolgedessen verbrennen sie nicht komplett und verlassen den Motor in Form kleinster Rußpartikel. „2016 wird allein in Europa jeder zweite Benzin-Pkw ein Direkteinspritzer sein“, lautet die Prognose von Jean.

„Der Trend geht ganz klar zum Downsizing von Motoren, um Sprit zu sparen und Emissionen zu reduzieren“, weswegen das Unternehmen von einer starken Nachfrage ausgehen wird. Der Filter ist auf die Lebensdauer des Fahrzeugs ausgelegt und erfüllt auch heutige Abgasnormen.

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