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Emissionskontrolle Faurecia steigt Amminex ein

| Redakteur: Bernd Otterbach

Faurecia weitet sein Portfolio zur Reduzierung von Stickstoffoxiden (NOx) von Dieselmotoren aus und beteiligt sich mit 21,2 Prozent an der dänischen Amminex S/A.

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Mit der Beteiligung wird der französischen Zulieferer strategischer Anteilseigner der Dänen. Die Transaktion hat einen Wert von 146,4 Millionen Dänischer Kronen (19,4 Millionen Euro).

Amminex A/S ist auf die Behandlung von Stickstoffoxiden spezialisiert und hat das SCR-System „Ammonia Storage and Delivery System“ (ASDS) entwickelt. Die Alternative zu so genannten Flüssig-SCR-Systemen führt das Ammoniakgas mengengenau zum Katalysator in die Abgasanlage. Die Franzosen zeigen sich überzeugt, dass diese Technologie deutliche Vorteile für die OEMs bietet, um die Euro-6-Norm und die zukünftige Euro-7-Norm zur Reduzierung der Stickstoffoxide bei Dieselmotoren zu erfüllen.

Neuer Standard zur Reduzierung der Stickoxide

„In Verbindung mit dem industriellen Know-how Faurecias bei der Emissionskontrolle wird die durch Amminex erfundene Technik einen neuen Durchbruch für die Dieselemissionskontrolle bedeuten. Diese Technik hat das Potenzial, der weltweite neue Standard zur Reduzierung der NOx zu werden“, erklärt Martin Stuettem, Vice-President R&D, Faurecia Emissions Control Technologies.

Faurecia hat zudem ein Abkommen zur technischen Zusammenarbeit mit Amminex geschlossen, um diese Technologie für Dieselmotoren weltweit zu entwickeln und zu industrialisieren. Vorentwicklungsarbeiten mit mehreren führenden Autoherstellern hätten bereits begonnen, teilte Faurecia weiter mit.

Zudem arbeitet Amminex mit dem US-Nutzfahrzeughersteller Navistar zusammen, um ASDS für Lkws zu industrialisieren. Navistar hat im Dezember 2009 eine Entwicklungsvereinbarung unterzeichnet und sich mit rund 20 Prozent am Kapital des dänischen Unternehmens beteiligt.

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