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Citroën DS3 Feines mit traditionsreichem Namen

| Redakteur: Jürgen Goroncy / Hartmut Hammer

Der Citroën DS3 soll kräftig im Revier von Polo GTI, Mini und Fiat 500 wildern. Aber nicht mit Retro-Design, sondern mit einer durch und durch modernen Anmutung.

Schließlich wäre es auch schwierig, das Design des Original-DS um einige Klassen zu schrumpfen und auf einen Kleinwagen aufzupfropfen. Die Verwandtschaft zur technischen Basis C3 ist dennoch kaum wahrnehmbar. Elemente wie die Finne an der B-Säule und die schwarz lackierten Dachsäulen machen aus dem DS3 optisch ein eigenständiges Auto. Ähnlich sollen auch die nächsten Modelle der DS-Linie (DS4, dann DS5) konzipiert sein, die Citroën im Frühjahr und Herbst 2011 präsentieren will. Gleiche Technik wie bei den C-Modellen, aber mehr Fahrspaß, Emotionalität, Raffinesse und Gestaltungsmöglichkeiten.

38 verschiedenen Exterieur-Farbkombinationen

Beim ansprechenden DS3 gelingt das schon mal ganz gut. Das auf Wunsch in Kontrastfarbe gehaltene Dach setzt außen Akzente. Je nach Version kann der Interessent aus 38 verschiedenen Exterieur-Farbkombinationen wählen. Ausgeprägte Rundungen und die seitlich in der Bugschürze eingelassenen LED-Tagfahrleuchten sind weitere „Hingucker“, ebenso wie die verschiedenen Klebedekore für die Karosserie.

An Bord fallen sofort die konischen Rundinstrumente, die in acht Farben wählbare Armaturenbrettblende, sowie der mit den Dekorelementen oder dem Leder der Innenausstattung abgestimmte Schalthebel, auf. Auch hier gilt: Dem Gestaltungstrieb des Käufers sind durch die vielen Individualisierungsmöglichkeiten kaum Grenzen gesetzt. Insgesamt wirkt das DS3-Interieur ansprechender und hochwertiger als bei seinem Bruder C3.

Praktisch: Die Armaturentafel ist auf der Beifahrerseite etwas ausgespart, sodass dieser bei Bedarf seinen Sitz weit vorrücken kann und dem dahinter sitzenden Fondpassagier genügend Beinfreiheit ermöglicht. 285 Liter Kofferraumvolumen sind guter Klassenstandard, auch die2/3 zu 1/3 geteilt umklappbare Fondlehne zählt bei Kleinwagen zum guten Ton. Die Klänge des optionalen Soundsystems sind gut zu genießen, denn der Geräuschkomfort des DS3 ist dank der umfangreichen Dämmmaßnahmen beachtlich.

Straff, aber beleibe nicht sportlich

Durch eine etwas straffere, aber beileibe nicht sportliche Fahrwerksabstimmung bietet der DS3 auch jede Menge Fahrspaß. Dazu passt die flotte Motorisierung, die drei Ottomotoren aus dem Kooperationsprojekt mit BMW und zwei Dieselaggregate umfasst. Bisher haben sich etwa ein Drittel der Kunden für den Ottomotor mit Turboaufladung und 115 Kilowatt Leistung entschieden. Doch auf längere Sicht wird der 1,6-Liter-Saugmotor mit 88 Kilowatt Leistung der Platzhirsch sein. Der 1,4-Liter-Motor mit 70 Kilowatt ist weitgehend baugleich und hat nur einen kürzeren Kolbenhub. Später wird Citroën in limitierter Auflage noch einen etwa 150 Kilowatt starken Racing-DS anbieten. Er dient hauptrangig zur Homologation des DS für die Rallye-WM.

Der 1,6-Liter-PSA-Diesel ist ein alter Bekannter und wird mit 68 oder 82 Kilowatt Leistung angeboten. Noch 2010 wird die 68-Kilowatt-Version mit einer Start-Stopp-Automatik und intelligenter Generatorregelung auf den Markt kommen, was einen Kraftstoff-Normverbrauch von nur noch 3,6 Liter (95 Gramm CO2) zur Folge hat. Ebenfalls in diesem Jahr wird auch ein automatisiertes Schaltgetriebe das Angebot bereichern. Alle Antriebe erfüllen die EU5-Norm.

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