Fahrzeuglogistik „Felicity Ace“ brennt nicht mehr

Quelle: dpa/jr

Auf dem Autotransporter, der acht Tage lang mit brennender Fracht auf dem Atlantik dahingetrieben ist, parken neben anderen Fahrzeugen auch Pkw der Volkswagen-Fabrikate im Wert von etwa 139 Millionen Euro. Nun kann das Schiff an den Haken genommen werden.

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Der Frachter „Felicity Ace“ konnte mittlerweile vor den Azoren stabilisiert werden (Aufnahme vom vergangenen Wochenende).
Der Frachter „Felicity Ace“ konnte mittlerweile vor den Azoren stabilisiert werden (Aufnahme vom vergangenen Wochenende).
(Bild: picture alliance / Reuters | Handout)

Der Frachter „Felicity Ace“ – unter anderem mit rund 4.000 Volkswagen-Einheiten an Bord – brennt nach einer guten Woche nicht mehr. Fünf Bergungsexperten seien am Donnerstag erstmals auf das auf dem Atlantik südlich der zu Portugal gehörenden Azoren treibende Schiff gegangen, wurde der Hafenkommandant der Insel Faial, Joao Mendes Cabeças, am Abend von der Nachrichtenagentur Lusa zitiert.

Die Mitarbeiter eines niederländischen Unternehmens hätten Arbeiten zur Stabilisierung des Frachters durchgeführt und dabei festgestellt, „dass es überhaupt keine Flammen mehr gibt“. Es gebe auch „keine Anzeichen für ein Wiederaufflammen des Feuers“. „Das Schiff ist nun bereits an einen Schlepper gebunden, damit es nicht weiter führerlos treibt“, sagte Mendes Cabeças.

Das Beratungsunternehmens Russell Group geht einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge von einem Totalverlust der Fracht aus. Den Wert der von verschiedenen Herstellern gefertigten Fahrzeuge schätzen die Experten insgesamt auf circa 401 Millionen Dollar. Den Anteil an Pkw des Volkswagen-Konzerns schätzte die Consulting-Firma auf 155 Millionen Dollar (139 Mio. Euro).

„Wir befürchten, bei dem Schiffsbrand sind große Teile der knapp 4.000 Fahrzeuge mehrerer Konzernmarken so beschädigt worden, dass sie nicht mehr ausgeliefert werden können", teilte unterdessen ein VW-Sprecher am Freitag in Wolfsburg mit. Genauere Informationen zu der Schiffsladung, die für den amerikanischen Markt bestimmt war, lägen weiterhin nicht vor, hieß es. Marken und Händler hätten bereits damit begonnen, ihre Kunden zu informieren und Lösungen zu finden. Angaben dazu, wie viele Neuwagen welcher Marken von dem Feuer betroffen sind, machte der Autobauer nicht.

Besatzung in Sicherheit

Das 200 Meter lange Schiff war auf dem Weg von Emden nach Davisville im US-Bundesstaat Rhode Island unterwegs, als das Feuer am Mittwoch voriger Woche aus noch unbekannter Ursache ausbrach. Die 22 Besatzungsmitglieder waren von der portugiesischen Luftwaffe noch am selben Tag in Sicherheit gebracht worden.

Anschließend trieb der Frachter eine Woche lang im Atlantik. Dabei legte er nach amtlichen Angaben eine große Strecke zurück. Am Donnerstag befand sich das Schiff etwa 440 Kilometer südwestlich von Faial. Als das Feuer ausbrach, war es etwa 270 Kilometer weiter nördlich.

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