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Schaeffler Festhalten an Fusion

| Redakteur: Bernd Otterbach

Die Schaeffler-Gruppe will trotz finanzieller Schwierigkeiten an der Fusion ihrer Autozuliefersparte mit der von Continental festhalten.

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„Wir werden weiter an der Zusammenführung der beiden Automotive-Bereiche arbeiten“, sagte Schaeffler-Sprecher Detlef Sieverdingbeck am Dienstag. Er bezog sich auf einen Pressebericht, wonach Schaeffler die Pläne für eine Fusion auf Eis gelegt habe.

„Wir sind zuversichtlich, dass das jetzt kooperativ und ohne Störungen weiter vorangeht“, so Sieverdingbeck weiter. Schaeffler hatte die Übernahme von Continental vor allem mit der Fusion der Autozuliefersegmente begründet. Konkrete Angaben zum zeitlichen Ablauf der Fusion beider Autozuliefersparten machte der Schaeffler-Sprecher nicht. Er betonte lediglich: „Die Fusion ist sicher kein Vorgang, der in den nächsten Monaten abgeschlossen sein wird.“ Sieverdingbeck bezog sich auf einen Bericht des „Handelsblatts“ vom Dienstag, wonach Schaeffler die Pläne für eine Fusion ihrer Autozuliefersparte mit der von Continental auf Eis gelegt habe.

„Doppelt so viele Arbeitsplätze wie bei Opel“

Derweil forderte einem Medienbericht zufolge auch Bayerns früherer Ministerpräsident Günther Beckstein Staatshilfen für Schaeffler. Ohne Schaeffler wäre die Region wirtschaftliches Notstandsgebiet, sagte der Politiker. „Insgesamt geht es bei der Rettung von Schaeffler um doppelt so viele Arbeitsplätze wie bei Opel.“ Staatliche Hilfe sei daher notwendig. Ohne die Finanzkrise und den Konjunktureinbruch wären die Pläne von Schaeffler mit Conti aufgegangen, sagte er.

Der Gesamt- und Konzernbetriebsrat der Schaeffler-Gruppe forderte alle Beteiligten dazu auf, bei der Rettung des Konzerns endlich an einem Strang zu ziehen. Die Eigentümerfamilie Schaeffler müsse sich als „Ankerinvestor“ weiter industriell engagieren. Die kreditgebenden Banken müssten Schaeffler und den Verbund Schaeffler/Conti durch die Krise führen. Führungskräfte und Belegschaft forderte die Arbeitnehmervertretung dazu auf, trotz Kurzarbeit und Entgeltverzicht weiter zum Unternehmen zu stehen.

Das Familienunternehmen aus Herzogenaurach erarbeitet derzeit mit den Banken ein Zukunftskonzept. In der Branche gilt es als möglich, dass die Banken Kredite in Eigenkapital, also Aktien und Anteile, umwandeln und damit bei Schaeffler faktisch das Sagen bekommen. Für die Eigentümer Maria-Elisabeth Schaeffler und Sohn Georg Schaeffler könnte dann nur noch eine Minderheitsbeteiligung übrigbleiben.

dpa

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