Elektromobilität FEV erweitert Fahrzeugfunktionen durch Cloud-Integration

Redakteur: Wolfgang Sievernich

Das Aachener Unternehmen entwickelte eine offene und herstellerunabhängige IKT-Architektur für Elektrofahrzeuge.

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Die IKT-Architektur für Elektrofahrzeuge wurde in Aachen getestet.
Die IKT-Architektur für Elektrofahrzeuge wurde in Aachen getestet.
(Foto: FEV)

Der Aachener Automobilzulieferer FEV hat das Gemeinschaftsprojekt Oscar erweitert. Ziel des Projektes war es, durch Aufbau einer modularen Struktur der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT), das genutzte Elektrofahrzeug in eine Cloud-Struktur zu integrieren. Die von FEV entwickelte und in das Fahrzeug integrierte iCU-Entwicklungsplattform (iCU= Intelligent Connection Unit) soll über einen Zugang zum Datenfluss des Fahrzeugbordnetzes verfügen. Die über CAN-Bus sowie ein GPS-System erfassten Daten könnten mit der Cloud über eine UMTS-Schnittstelle vom Fahrzeug gesendet werden. Zusätzlich lassen sie sich nach einer serviceorientierten Auswertung in der Cloud wieder vom sendenden Fahrzeug – oder weiteren eingebundenen Fahrzeugen – empfangen. Laut FEV soll damit eine bidirektionale Kommunikation entstehen.

Nutzung von Apps möglich

Die Cloud-Fahrzeug-Anbindung soll nun weitere Dienstleistungen wie die Installation von speziellen Fahrzeug-Apps oder die Nutzung konventioneller Apps für mobile Endgeräte möglich machen. Via Bluetooth oder lokales WLAN können die Daten über Smartphones oder Tablets direkt im Fahrzeug abgerufen werden. „Im Rahmen des Projektes Oscar ist es uns gelungen, eine neue, offene und herstellerunabhängige IKT-Architektur für Elektrofahrzeuge zu entwickeln und in der Modellregion Aachen intensiv und realitätsnah zu testen“, erklärt Dr. Stefan Müller-Schneiders von der FEV. Zudem erarbeiteten die Projektpartner eine DIN Spec (91324), also einen Datensatz für eine offene Service Cloud, der für OEM- und Drittanbieter-Services nutzbar ist.

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