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Entwicklung FKFS nimmt E-Motoren-Prüfstand in Betrieb

| Redakteur: Lena Bromberger

Am FKFS ist ein neuer E-Antriebsstrang-Prüfstand in Betrieb gegangen. Im ersten Kundenprojekt werden Komponenten für eine rein elektrisch betriebene Baureihe im oberen Fahrzeugsegment getestet.

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Mit dem ersten Kundenauftrag ist Ende Juni am FKFS ein neuer Hochleistungs-Prüfstand zur Erprobung rein elektrischer Fahrzeugantriebe in den Operativbetrieb gegangen.
Mit dem ersten Kundenauftrag ist Ende Juni am FKFS ein neuer Hochleistungs-Prüfstand zur Erprobung rein elektrischer Fahrzeugantriebe in den Operativbetrieb gegangen.
(Bild: FKFS/Detlef Majer)

Mit dem ersten Kundenauftrag ist Ende Juni am Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart (FKFS) ein neuer Hochleistungs-Prüfstand zur Entwicklung und Erprobung rein elektrischer Fahrzeugantriebe in den Operativbetrieb gegangen. Der sogenannte HEP soll momentan, nach Angaben von FKFS, der einzige Prüfstand in dieser Leistungsklasse sein, der Erprobungen von E-Antrieben mit höchster Dynamik ermöglicht. Zusammen mit dem Hochdrehzahl-Lastlosprüfstand und dem Antriebsstrang- und Hybrid-Prüfstand komplettiere der HEP das Antriebslabor zur Entwicklung und Erprobung rein elektrischer Fahrzeugantriebe am FKFS.

Prüfstand besteht aus drei Synchronmaschinen

Der Prüfstand wurde durch das FKFS als Generalunternehmer errichtet. Zahlreiche Forschungsprojekte in den vergangenen Jahren hätten dazu ein umfassendes Verständnis für Prüfstandstechnik geliefert und dienten als Grundlage zur optimalen Auslegung des HEP. Der Prüfstand besteht aus drei Synchronmaschinen mit geringer Massenträgheit. Hauptanwendung sei die hochdynamische Erprobung von Getriebe/Achs-Einheiten für künftige Elektrofahrzeuge der höchsten Leistungsklasse. Dabei soll der Fahrzeug-Elektromotor durch eine Prüfstandsmaschine mit maximal 20.000 Umdrehungen pro Minute bei einer Spitzenleistung von 700 kW (mechanisch) ersetzt werden. Die Differenzialausgänge werden durch zwei Maschinen mit jeweils 6.000 Newtonmeter Maximaldrehmoment belastet. Ein Batteriesimulator ermöglicht die Erprobung vollständiger elektrischer Achsen bis 1 Megawatt (elektrisch) bei maximal 1.000 Volt.

Typische Fragestellungen der Erprobung seien Dauerhaltbarkeit, Wirkungsgrad, Energiebedarf, Schwingungen und Fahrbarkeit sowie das thermische und elektrische Verhalten des Elektroantriebs. Der HEP soll außerdem die Erprobung hoch verfügbarer Antriebe im automatisierten Fahrzeug unter realistischen Lastkollektiven und Ausfallszenarien ermöglichen.

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