Suchen

Prüfstände Ford baut Klimawindkanal-Zentrum in Köln

| Autor/ Redakteur: Ampnet / Wolfgang Sievernich

Ford investiert am Standort Köln einen zweistelligen Millionenbetrag in ein neues Klimawindkanal-Zentrum. Ab dem Jahr 2017 lassen sich hier alle klimatisch relevanten Bedingungen simulieren.

Firmen zum Thema

Im Klimawindkanal-Zentrum testet Ford Witterungseinflüsse wie Temperaturen, Schnee, Höhenunterschiede, Wind oder Starkregen.
Im Klimawindkanal-Zentrum testet Ford Witterungseinflüsse wie Temperaturen, Schnee, Höhenunterschiede, Wind oder Starkregen.
(Bild: Ford)

Ford baut am Kölner Standort ein Klimawindkanal-Zentrum. Eine Halle mit einer Fläche von 5.500 Quadratmetern bietet künftig Platz für zwei große Klimawindkanäle, ein Höhenlabor und vier weitere Testkammern. Die Anlage kann Windgeschwindigkeiten bis zu 250 Kilometer pro Stunde erzeugen und zum Beispiel grelles Sonnenlicht oder Starkregen simulieren. Obwohl Köln geografisch nur wenige Meter über Meereshöhe liegt, ermöglicht die Testanlage als erste überhaupt eine Höhensimulation von bis zu 5.200 Metern. Die „Wetterfabrik“ erlaubt Simulationen mit Temperaturen von minus 40 bis plus 55 Grad Celsius, einer Luftfeuchtigkeit von bis zu 95 Prozent und mit Schnee. Bis zu neun Fahrzeuge sind gleichzeitig testbar. Das Klimazentrum soll kommendes Jahr in Betrieb gehen.

Weiteres Testzentrum in Belgien

Der Automobilhersteller betreibt in Europa auch ein Testzentrum im belgischen Lommel. Auf einer Länge von rund zwei Kilometern werden dort extreme Schlaglöcher und unterschiedliche Straßenbeläge simuliert. Ford testet dort alle seine europäischen Baureihen. Ingenieure und Testfahrer legen in diesem Testzentrum jährlich rund 5,5 Millionen Kilometer zurück. Zu den Tests in Lommel gehören je nach Versuchsaufbau auch Fahrten über eine Hochgeschwindigkeitsstrecke sowie Salz- und Schlammbäder.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 44397294)