Neue Modelle Ford Bronco: Fünf Gründe für die Neuauflage

Autor / Redakteur: Scott Reiss, ampnet / Claus-Peter Köth

Viele Optionen und ein erschwinglicher Einstandspreis: Der neue Ford Bronco macht Lust auf Reisen, Exkursionen. Kein Wunder, dass er schon jetzt zum Popstar avanciert ist.

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Ford Bronco.
Ford Bronco.
(Bild: Autoren-Union Mobilität/Ford)

Wer sich ans Steuer des neuen Ford Bronco setzt, wird derzeit zur Attraktion – jedenfalls im texanischen Städtchen Marble Falls, wo ich mehr als einmal auf Foto und Video aufgenommen wurde. Dieses Auto ist ein Popstar, und die Paparazzi lauern überall.

Vielleicht liegt es daran, dass die Menschen wie nie zuvor das Bedürfnis haben, mit dem Auto Freiheit und Abenteuer zu erleben. Oder es ist nur der Neuigkeitsfaktor? Bislang gab es in dieser Klasse eigentlich nur den Jeep Wrangler. In den USA ist der Ford Bronco jedenfalls sehnlichst erwartet worden, die Lieferzeiten sind lang. Lohnt sich das Warten?

Einstiegspreis bei 25.000 Euro

In einem Wort: Ja. Der Bronco ist so gut, dass er dem Wrangler eine ganze Menge Kunden wegnehmen wird. Ford verzeichnet beim Bestelleingang aktuell 75 Prozent Fremdkunden, und das ist schon mal ein starkes Anzeichen dafür, dass man ein wichtiges Fahrzeug auf die Räder gestellt hat. Die Modellbezeichnungen spielen auf der Klaviatur der Off-Road-Romantik. Über dem 28.500 Dollar (umgerechnet 24.600 Euro) teuren Basismodell rangieren – in aufsteigender Reihe – die Versionen Big Bend, Black Diamond, Outer Banks, Badlands und Wild Track. Gekrönt wird die Palette von der 57.000 Dollar (49.135 Euro) teuren First Edition. Alle Varianten lassen sich umfangreich mit weiterem Zubehör aufrüsten.

Übrigens ist der Bronco nicht mit dem Bronco Sport zu verwechseln, dem von einer Pkw-Plattform abgeleiteten Schwestermodell, das kleiner und komfortabler, aber erheblich weniger puristisch ausgelegt ist als der echte Bronco.

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Nach umfangreichen Testfahrten auf und abseits der Straße, über felsiges Gelände und durch Wasserdurchfahrten haben wir fünf Gründe identifiziert, warum der Bronco so eine wichtige Neuerscheinung ist:

1. Er führt das Modell in die Zukunft

Zwischen 1966 und 1996 hat der Bronco als zweitüriger Geländewagen sein Segment definiert. Im Laufe seiner Bauzeit wurde er größer und größer – und verschwand schließlich. Denn die Kundenpräferenzen hatten sich in Richtung der familienfreundlichen Modelle Explorer und Expedition verschoben. Mit seiner Rückkehr tritt der Bronco nun deutlich moderner auf. Es gibt zwar wieder einen Zweitürer als Verneigung vor der Historie, aber der Viertürer bietet mehr Platz für Fahrer, Passagiere und auch für Haustiere.

Die Technik hält natürlich jeden Vergleich mit dem Vorgänger stand; der Antrieb ist stärker und sparsamer. Statt Achtzylindern gibt es jetzt einen 274 PS starken 2,3-Liter-Vierzylinder oder einen 314 PS starken 2,7-Liter-V6; den Einstiegsmotor gibt es auch mit Handschaltung.

2. Starke Farben

Die Farbauswahl des neuen Bronco ist sensationell. Neben konventionellen Farben gibt es grelles Rot, verschiedene Blautöne, helles Orange sowie zweifarbige Optionen. Sie verleihen dem Bronco je nach Geschmack einen modernen Auftritt oder einen dezidierten Retro-Look.

3. Riesiges Accessoire-Programm

Schon zum Marktstart gibt es mehr als 200 Accessoires, die einer vollen Werksgarantie unterliegen – im Gegensatz zu Aftermarket-Teilen, die teilweise sogar zum Verlust der Garantie führen würden. Die Kombinationsmöglichkeiten sind schier unerschöpflich; es gibt Dachträger, Lichtstrahler, Unterlegbretter für Sandoberflächen oder verschließbare Teilekisten – falls man den Bronco mit demontierten Türen abstellt, das ist nämlich möglich. Und für die Ladeklappe am Heck gibt es einen faltbaren Tisch.

4. Hohe Geländetauglichkeit

Der Bronco führt traditionell den Spitznamen G.O.A.T.: „Goes over any terrain“ – schafft jedes Terrain. Und das ist zutreffend: Ob felsiger Untergrund, Vertiefungen im Boden, Wasserdurchfahrten oder Sand – der Bronco kommt überall durch. Sieben Fahrmodi stehen zur Verfügung: Normal, Eco, Sport, Slippery (rutschig), Sand, Baja (schnelles Off-Road-Fahren), Mud/Ruts (Schlamm und Spurrillen) und Rock Crawl (Kriechen über Felsen). Das Basismodell hat schon fünf Modi, ab dem Niveau Badlands stehen alle sieben zur Verfügung. Und dann gibt es noch ein Paket namens Sasquatch, das mit riesigen 35-Zoll-Reifen ausgerüstet ist und Wasserdurchfahrten von bis zu 85 Zentimetern erlaubt.

5. Ein Interieur zum Schnellreinigen

Nach einer Geländereise ist oft auch das Interieur verdreckt. Dafür gibt es, wenn marineblaues Kunstleder bestellt wurde, eine spezielle „Wash-Out“-Option. Mit ihr lassen sich die Polster leicht abwischen oder sogar mit einem Schlauch abspritzen. Im Fahrzeugboden sitzen Entwässerungs-Stöpsel, um das Schmutzwasser abzulassen.

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