Suchen

Produktion Ford entwickelt virtuelle Werksanlage

| Redakteur: Michael Ziegler

Ford of Europe entwickelt eine komplett virtuelle Werksanlage, um die Fließbandproduktion von Fahrzeugen vollständig zu simulieren. Die Analyse dieser Computersimulationen versetzt das Unternehmen in die Lage, die Fertigungsprozesse im Detail zu optimieren.

Mithilfe der Computersimulation können Produktionsprozesse im Vorfeld der Werksplanung in einem frühen Stadium detailliert überprüft werden.
Mithilfe der Computersimulation können Produktionsprozesse im Vorfeld der Werksplanung in einem frühen Stadium detailliert überprüft werden.
(Ford)

Ziel ist laut Ford die weitere Steigerung von Produktqualität und Kosteneffizienz bei der Fahrzeugproduktion. „Wir arbeiten bereits mit unserem virtuellen Werks-Projekt, sodass wir das reale Fließband für viele Tests und Recherchen gar nicht mehr benötigen, um bestehende Anlagen zu modernisieren“, sagte José Terrades, Simulations-Ingenieur, Ford of Spain. „Virtuelle Fertigungsanlagen ermöglichen uns eine Vorschau auf die Montage zukünftiger Fahrzeugmodelle an allen Standorten rund um den Globus.“

Die Computersimulation der Montage ermöglicht es, Produktionsprozesse im Vorfeld der Werksplanung in einem frühen Stadium detailliert zu überprüfen. Schon im Jahre 1997 nutzte Ford nach eigenen Angaben als erster Automobilhersteller weltweit Computersimulationen für die Montageplanung an Produktions-Standorten. Computersimulationen sind heute eine wesentliche Voraussetzung für nahezu alle Fertigungsprozesse.

Das Unternehmen arbeitet mit einer komplexen Kameratechnik, um ein Abbild von realen Fertigungsanlagen zu erstellen und diese Aufnahmen zu digitalisieren. Auf Basis dieser ultra-realistischen 3D-Daten werden virtuelle Werksanlagen konstruiert. Das Ford-Werk im spanischen Valencia übernimmt hierbei die Führung bei der Entwicklung von virtuellen Produktionsstätten. Die dort gewonnenen Daten stehen zur weiteren Evaluierung auch allen anderen Niederlassungen in der ganzen Welt zur Verfügung.

Um interaktive 3D-Szenarien zu erstellen, werden zur Aufnahme von Bildmaterial spezielle Projektoren und Optiken mit Bewegungssensor und Polarisationsfunktion verwendet. Die Arbeit der Produktionsarbeiter am Fließband wird später ebenfalls durch Computer simuliert. Das hilft Ergonomie-Experten, anstrengende Körperhaltungen zu eliminieren und einzelne Aspekte der Montagearbeit zu optimieren.

(ID:34944830)