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Automobilentwicklung Ford errichtet Klimawindkanal-Zentrum in Köln

Redakteur: Thomas Günnel

Windgeschwindigkeiten von 250 km/h und zugleich der kälteste und wärmste Ort Deutschlands – das alles trifft bald auf Köln zu, zumindest auf einen kleinen Teil der Domstadt. Der Grund hierfür ist ein neues Klimawindkanal-Zentrum, das Ford ab sofort an seinem Standort in Köln-Merkenich baut.

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Spatenstich für das neue Klimawindkanal-Zentrum: Jörg Beyer, Geschäftsführer für den Bereich Produktentwicklung der Ford-Werke GmbH, Barb Samardzich, Chief Operating Officer, Ford Europa, Bernhard Mattes, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford-Werke GmbH sowie NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin und Jürgen Roters, Oberbürgermeister der Stadt Köln (v.l.).
Spatenstich für das neue Klimawindkanal-Zentrum: Jörg Beyer, Geschäftsführer für den Bereich Produktentwicklung der Ford-Werke GmbH, Barb Samardzich, Chief Operating Officer, Ford Europa, Bernhard Mattes, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford-Werke GmbH sowie NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin und Jürgen Roters, Oberbürgermeister der Stadt Köln (v.l.).
(Foto: Ford-Werke GmbH/Fritz Stark)

Laut Hersteller ist die Anlage bei Fertigstellung das modernste Klimawindkanal-Zentrum in der weltweiten Automobilindustrie. Der Bau, für den Ford ein hohes zweistelliges Millionen-Investment in US-Dollar tätigt, wird in den kommenden Jahren auf einer Fläche von 5.500 Quadratmetern errichtet. Es soll künftig unter anderem Platz für zwei große Klimawindkanäle und vier weitere Testkammern bieten. Ein weiterer kleinerer Klimawindkanal dient als Höhenlabor, mit dem sich Höhen von bis zu 5.200 Metern simulieren lassen.

Jedes Klima möglich

Neben der Höhensimulation lassen sich in dem neuen Klimawindkanal-Zentrum zum Beispiel Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 km/h, Schnee und Regen, Temperaturen von minus 40 bis plus 55 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von zehn bis 95 Prozent erzeugen. „Nach der Fertigstellung ist das Projekt Bekenntnis von Ford zum Standort Köln und zu NRW", hob NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin beim Spatenstich des Klimawindkanal-Zentrums hervor.

Das neue Klimawindkanal-Zentrum verfügt über wesentlich größere Kapazitäten als die bisherigen Anlagen und ist deutlich energieeffizienter. Eine effiziente Kälteanlage, die Verwendung freier Kühlung sowie von Dampf aus dem Fernwärmenetz ermöglichen diesen Fortschritt. Die bisherigen Klimawindkanäle und Klimakammern stammen aus den Jahren 1968 und 1975. Diese Einrichtungen wurden im Laufe der Jahre zwar mehrfach modernisiert, stoßen jedoch mittlerweile an ihre Grenzen.

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