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Adaptive Lenkung Ford macht das Lenkrad variabel

Redakteur: Jan Rosenow

Der Hersteller entwickelt derzeit eine adaptive Lenkung mit variabler Übersetzung. Ungewöhnlich: Ihr Aktor sitzt im Lenkrad.

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Mit Motor im Lenkrad: adaptive Lenkung von Ford.
Mit Motor im Lenkrad: adaptive Lenkung von Ford.
(Foto: Ford)

Ford will innerhalb der nächsten zwölf Monate eine adaptive Lenkung auf den Markt bringen, deren Übersetzung sich je nach Fahrsituation ändert: Bei niedriger Geschwindigkeit und beengten Platzverhältnissen, wie zum Beispiel beim Einparken, ist sie das Fahrzeug damit einfacher zu handhaben; bei höherem Tempo soll die Lenkung die Stabilität verbessern.

Üblicherweise erreichen die Entwickler diese Funktionalität durch einen zusätzlichen Motor an der Lenksäule oder durch eine ungleichmäßige Verzahnung der Zahnstange. Bei Ford sieht das anders aus: In Zusammenarbeit mit dem japanischen Zulieferer Takata haben die Kölner den nötigen Aktor im Inneren des Lenkrads untergebracht. Dabei handelt es sich um einen kleinen Elektromotor, der per Schneckentrieb in die Lenkbewegung eingreift.

Bei niedrigeren oder sehr niedrigen Geschwindigkeiten, beispielsweise beim Einparken, vergrößert das neue System die Lenkübersetzung und das Lenkrad muss weniger eingedreht werden. Bei höheren Geschwindigkeiten, wie etwa auf der Autobahn, wählt die „adaptive Lenkung“ eine indirektere Lenkübersetzung. Für den Fahrer bedeutet dies vor allem einen präzisen Geradeauslauf seines Autos. Das adaptive Lenksystem wird ab Anfang nächsten Jahres für Ford-Serienfahrzeuge verfügbar sein, heißt es in einer Pressemitteilung.

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