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Additive Fertigung Ford testet 3D-Druck für große Bauteile

| Autor / Redakteur: Ampnet / Thomas Günnel

Ford testet den 3D-Druck großer Bauteile. Im Forschungszentrum in Dearborn, USA, setzt der Automobilhersteller das Herstellverfahren für Prototypenteile ein.

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Ford testet den 3D-Druck für große Bauteile im Prototypenbau.
Ford testet den 3D-Druck für große Bauteile im Prototypenbau.
(Bild: Ford)

Die Ford Motor Company testet in ihrem Forschungs- und Innovationszentrum in Dearborn im US-Bundesstaat Michigan die 3D-Druck-Technik für große Teile. Zum Einsatz kommen so genannte „Infinite Build 3D-Drucker“ von Stratasys. Der Automobilhersteller verspricht sich mehr Effizienz und sinkende Kosten bei der Herstellung von Prototypen-Teilen oder kleinteiligen Komponenten mit geringem Produktionsvolumen, zum Beispiel Spoiler-Elemente. Bislang dauerte es mitunter Wochen, bis ein Prototypenteil wie ein Ansaugkrümmer aus Grauguss fertig produziert war. Mit dem 3D-Druck steht Ford das gleiche Teil nun aus hitzebeständigem Kunststoff innerhalb deutlich kürzerer Zeit zur Verfügung. Hinzu kommt: Mit der 3D-Druck-Technik lässt sich die Kraftstoff-Effizienz von Fahrzeugen verbessern. So wiegen beispielsweise Spoiler-Komponenten aus dem 3D-Drucker weniger als die Hälfte ihres Äquivalents aus Metall. Darüber hinaus lässt sich diese Technik auch nutzen, um spezielle Werkzeuge oder personalisierte Fahrzeugteile auf Kundenwunsch anzufertigen.

Weil der 3D-Druck immer effizienter und kostengünstiger wird, setzen Unternehmen die Technik zunehmend auch für Fertigungsanwendungen ein, etwa bei der Luft- und Raumfahrt oder in der Medizintechnik. Nach Angaben des Instituts „Global Industry Analysts“ erreichen die weltweiten Umsätze im 3D-Druck-Bereich bis zum Jahr 2020 voraussichtlich 9,6 Milliarden US-Dollar.

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