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Türkantenschutz Ford zeigt klare Kante

| Redakteur: Bernd Otterbach

Türe auf, boing – schon ist an der Türaußenkante eine unschöne Schramme, die Gedanken an Korrosion, Reparaturkosten oder Schäden am Nachbarauto nach sich zieht. Ford hat sich eine pfiffige Lösung dagegen einfallen lassen.

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Ein zum Patent angemeldeter Türkantenschutz soll Schrammen und andere Schäden künftig verhindern. Zunächst ab 2012 serienmäßig beim Ford Focus in der Ausstattungslinie Titanium. Dort wird beim Öffnen der Türen eine schützende Leiste mit Hilfe vorgespannter Federn um die Türkanten gelegt. Die Leiste aus Kunststoff und Gummi schwenkt innerhalb von 60 Millisekunden in ihre Schutzstellung. Oder anders herum gesagt: Sobald eine der vier Türen nur einen Spalt von 15 Zentimeter breit geöffnet ist, wird ihre empfindliche Kante schon geschützt.

Die von Ford-Ingenieuren in Köln selbst entwickelte Lösung soll nach eigenen Angaben 90 Prozent der Schäden an vorderen Türen und 85 Prozent an den hinteren Türen verhindern. Sollte die Schutzleiste ausgetauscht werden müssen, ist dies nach Angaben von Ford mit wenigen Handgriffen möglich.

Weniger als 100 Euro

Keine schlechte Investition, sollte das System, wie auf einer Presseveranstaltung bestätigt, „unter 100 Euro“ kosten. Denn laut einer von Ford in Auftrag gegebenen Studie verzeichneten 76 Prozent aller deutschen Haushalte mit Auto im Laufe der vergangenen Jahre einmal oder mehrmals Schäden an den Türen. In Spanien sollen es sogar 83 Prozent sein. Da die Schäden nicht selten unter die Bagatellgrenzen der Versicherungsverträge fallen, müssen die Autofahrer Reparaturen oft auf eigene Rechnung begleichen.

Wann und mit welcher Strategie – optional oder Serie – der Türkantenschutz in anderen Ford-Modelle angeboten wird, werde noch geprüft, so der Automobilhersteller.

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