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Audi Forschung an Batterie-Fertigung

| Redakteur: Bernd Otterbach

Audi treibt seine Aktivitäten in der Elektromobilität weiter voran. Der Automobilhersteller startet mit ausgewählten Partnern das Forschungsprojekt eProduction.

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Das Projekt soll Kompetenz bei der Montage von Traktionsbatterien und ein Serien-Produktionskonzept für die Energiespeicher von Elektroautos aufbauen. eProduction läuft über drei Jahre und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

„Mit eProduction machen wir den nächsten wichtigen Schritt auf dem Weg zur Elektromobilität“, sagt Frank Dreves, Vorstand Produktion von Audi. Das Unternehmen schaffe Audi mit diesem Forschungsprojekt die Kompetenz, die Batteriesysteme und einige ihrer peripheren Komponenten selbst zu produzieren. „Damit werden wir in der Lage sein, elektrisch angetriebene Automobile in größeren Serien zu fertigen – auf eine Weise, die effizient, sicher, robust und nachhaltig ist“, betont Dreves.

Eine Traktionsbatterie ist ein hochkomplexes System. Für ihre Leistung und Lebensdauer spielt die Anordnung der Zellen eine ähnlich große Rolle wie die Klimatisierung, die mit Luft oder Kühlflüssigkeit erfolgen kann. Komponenten wie die Hochvolt- und Serviceanschlüsse, das elektronische Management, die elektromechanischen Bauteile, das Gehäuse sowie verschiedene Sensoren und Aktoren komplettieren das Batteriesystem.

Audi will durch das Forschungsprojekt eProduction die erforderliche Prozess- und Automatisations-Infrastruktur aufbauen – mit dem Ziel eines marktfähigen Produktionskonzepts für Hochvolt-Energiespeicher in BEVs (Battery Electric Vehicles). Die künftige Prozesskette beginnt mit den verwendeten Materialien, betrachtet Fragen des Leichtbaus und der Wertschöpfungstiefe, enthält neue Kontaktierungs- und Fügeverfahren und endet mit serientauglichen Prüfmethoden.

Dassault und Fees sind Projektpartner

Audi hat zwei Unternehmen als Projektpartner gewonnen: die Software-Experten von Dassault Systèmes und die Konstruktions-Spezialisten von Fees Verzahnungstechnik. Dazu kommen sieben Hochschulen und Institute: die TU Dresden, die TU Chemnitz, die TU München, die Friedrich-Alexander Universität Erlangen, die Rheinische Fachhochschule Köln, die RWTH Aachen und das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung Bremen.

Ein Schwerpunkt im Forschungsprojekt ist die Sicherheit der Mitarbeiter bei der Produktion der Hochvolt-Komponenten. Sie umfasst zahlreiche Aspekte – von der Qualifizierung der Personen über die Automatisierung gewisser Arbeitsschritte bis hin zur virtuellen Absicherung, die die späteren Produktionsschritte am Rechner auch unter ergonomischen Gesichtspunkten simuliert und analysiert. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt in der Frage, wie bestehende Normen und Standards, etwa bei der Schutzkleidung, für die Fertigung elektrischer Komponenten weiterentwickelt werden müssen.

Impulse für den Industriestandort Deutschland

Das Know-how, das sich die Partner im Forschungsprojekt eProduction gemeinsam erarbeiten, könne für den ganzen Industriestandort Deutschland einen Innovationssprung bedeuten, so Audi weiter. Ministerialdirektor Prof. Dr. Wolf-Dieter Lukas lobte den Beitrag des Projekts zur Wettbewerbssicherung des Standorts Deutschland: „Die zunehmende Elektrifizierung des Automobils hat erhebliche Auswirkungen auf den Produktionsprozess. Das gilt besonders für die Batterieproduktion, die einen großen Anteil an der Wertschöpfungskette darstellt.“ Lukas begrüßt sehr, dass sich im Rahmen des Projekts „eProduction“ ein schlagkräftiges Konsortium unter Führung von Audi zusammengeschlossen habe, das neue Wege bei der Produktion, aber auch bei der erforderlichen Qualifizierung der benötigten Fachkräfte gehen wolle. „Diesen Weg unterstützen wir durch die Förderung seitens des BMBF sehr gerne.“

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Vorhaben in der Bekanntmachung „Schlüsseltechnologien für die Elektromobilität (STROM)“ im Rahmen der Hightech-Strategie IKT 2020 mit einem Gesamtbudget von 11,3 Millionen Euro.

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