Suchen

CO2-Emission Forschung gegen CO2-Ausstoß

| Autor / Redakteur: sp-x / Christian Otto

Jeder dritte Euro, der in Forschung und Entwicklung fließt, kommt hierzulande aus der Automobilindustrie. Der Einsatz schlägt sich auch in sinkende CO2-Emissionen nieder.

Firmen zum Thema

Die hohen Aufwendungen spiegeln sich auch in der Minderung von CO2-Emissionen von Fahrzeugen der deutschen Konzernmarken wider.
Die hohen Aufwendungen spiegeln sich auch in der Minderung von CO2-Emissionen von Fahrzeugen der deutschen Konzernmarken wider.
(Foto: Audi )

Die deutsche Automobilindustrie hat die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Jahr 2012 weltweit auf ein Rekordniveau von 27,5 Milliarden Euro hochgefahren, neun Prozent mehr als 2011. Nach Angaben von Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA,) lagen die inländischen Ausgaben mit 17,4 Milliarden Euro um sechs Prozent über der Vorjahreszahl. Auch für das vergangene Jahr rechnen die Analysten mit einer weiteren Steigerung der Forschungsaufwendungen. Allein auf Deutschland dürften 18,3 Milliarden Euro entfallen sein. Nach VDA-Berechnungen leistet die Automobilindustrie hierzulande rund ein Drittel der gesamten industriellen Forschungsinvestitionen.

Die hohen Aufwendungen spiegeln sich, so Wissmann, auch in der Minderung von CO2-Emissionen von Fahrzeugen der deutschen Konzernmarken wider. Zwischen 2006 und 2013 sei der durchschnittliche CO2-Ausstoß dieser Pkw hierzulande um mehr als ein Fünftel gesunken. 2013 lag der Wert mit 136 Gramm CO2 pro Kilometer um 3,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Importeure brachten es im Schnitt sogar auf 134,9 Gramm, vier Prozent weniger als 2012, allerdings merkt der VDA an, dass deren Modellpalette erheblich mehr kleinere und damit verbrauchsgünstigere Fahrzeuge aufweist.

Die deutschen Hersteller haben nach den Zahlen des VDA derzeit 673 Modelle im Angebot, die weniger als fünf und 82 Modelle, die weniger als vier Liter Kraftstoff pro 100 km verbrauchen. Das Emissionsziel von 95 Gramm CO2/km im Jahr 2020 werde allerdings nur erreichbar sein, wenn der Absatz von Elektroautos deutlich hochfahre. Nach Angaben von Wissmann werden bei den deutschen Automobilherstellern bis Ende dieses Jahres insgesamt 16 Serienmodelle mit Elektroantrieb von den Bändern rollen. Für das laufende Jahr prognostiziert der VDA-Chef 15.000 bis 20.000 Elektroautos. Mit sechsstelligen Verkaufszahlen von Elektrofahrzeugen rechnet Wissmann schon für 2015, spätestens 2016. Dabei sei man natürlich auf eine stetig sich verbessernde Ladeinfrastruktur angewiesen. Das ambitionierte Ziel, bis 2020 eine Million Elektroautos auf die Straße zu stellen, will der VDA nicht aus dem Blick nehmen.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 42541272)