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Entwicklung Forschungsprojekt: Flache optische Bauteile für hellere Displays

| Redakteur: Hendrik Härter

Osram, Continental und ein Fraunhofer-Institut arbeiten an flachen optischen Bauteilen, die in Head-up-Displays oder zur selektiven Display-Hinterleuchtung im Auto eingesetzt werden können.

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Im Rahmen eines Forschungsprojekts arbeiten Osram, Continental und ein Fraunhofer-Institut an photonischen Materialien, die unter anderem in kompakten Head-Up-Displays zum Einsatz kommen.
Im Rahmen eines Forschungsprojekts arbeiten Osram, Continental und ein Fraunhofer-Institut an photonischen Materialien, die unter anderem in kompakten Head-Up-Displays zum Einsatz kommen.
(Bild: Continental)

Im Rahmen eines Forschungsprojektes arbeiten Osram Opto Semiconductor, das Fraunhofer-Institut für angewandte Optik und Feinmechanik und Continental an der Entwicklung kompakter und flacher optischer Bauteile. Damit sollen sich nicht nur lichtstarke Head-up-Displays oder dünne Blitzlichter realisieren lassen, sondern auch die selektive Display-Hinterleuchtung.

Hintergrund: Aktuelle LED-Chips lassen sich nicht noch flacher konstruieren. Allerdings können die Optiken noch miniaturisiert werden. Das Forschungsprojekt „IBELIVE“, was für Innovative Hybriddiffusoren für flachbauende Beleuchtungssysteme mit einer maßgeschneiderten Lichtverteilung steht, ist für einen Zeitraum von drei Jahre angelegt.

Licht wird besser genutzt

Durch die geplante Dickenreduktion der optischen Elemente und Kombinierbarkeit verschiedener optischer Funktionalitäten in einer Mikrostruktur sind Designer bei der Integration der Komponenten in die Endgeräte wesentlich flexibler. Ein weiterer Vorteil ist die verbesserte Energieeffizienz, da dadurch ein wesentlich höherer Anteil des erzeugten Lichts für die Anwendungen genutzt werden kann.

Im Forschungsvorhaben wollen die Beteiligten des Projekts die gesamte Wertschöpfungskette von der Optik-Entwicklung über die massentaugliche Herstellung bis hin zur Erprobung neuer Techniken in konkreten Anwendungen abdecken.

Wie Osram, Conti und das Fraunhofer-Institut kooperieren

Osram Opto Semiconductors verantwortet die Systemkonzeption sowie das Design von zwei anwendungsnahen Demonstratoren und erforscht Montage- und Testkonzepte. Continental konzipiert und entwickelt zwei kompakte Head-up-Displays mit unterschiedlichen Projektionslichtquellen. Die hierfür zu entwickelnden Hybriddiffusoren spielen bei der Bildentstehung und effizienten Lichtnutzung im Head-up-Display eine zentrale Rolle und sollen speziell auf die vom Fahrer wahrgenommene Bildqualität hin erforscht werden. Das Fraunhofer-Institut für angewandte Optik und Feinmechanik entwickelt Designmethoden und -algorithmen, mit der sich Hybriddiffusor-Optiken berechnen lassen. Außerdem steuert das Fraunhofer-Institut Techniken bei, mit denen sich deterministische Oberflächenstrukturen generieren lassen.

Die Aufgaben von TEMICON bestehen unter anderem darin, mithilfe der Interferenz-Lithographie nanoskalige Strukturen zu überlagern und Spritzpräge- und Spritzguss-Techniken weiterzuentwickeln, mit denen sich dünne zweiseitige Hybriddiffusor-Optiken als Serienprodukt realisieren lassen.

Erst vor wenigen Tagen hatten Osram und Continental angekündigt, ein Joint Venture zu gründen, bei denen die Firmen je eine 50-prozentige Beteiligung haben. Damit wollen beide Partner ihr Wissen bei der Lichtsteuerung und Elektronik verbinden.

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