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Aksys FPK übernimmt Kunststoffsparte

| Redakteur: Bernd Otterbach

Das spanische Unternehmen FPK hat hat das Werk Peine des Geschäftsbereichs Kunstoffe von der insolventen Aksys GmbH übernommen.

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FPK - integriert in Batz Lightweight Technologies - gehört zur genossenschaftlich organisierten Mondragon-Gruppe. Sie besteht aus insgesamt 256 Unternehmen und Einrichtungen und zählt zu den größten Unternehmensgruppen in Spanien. Mit dem Verkauf sei auch die Restrukturierung und Sanierung der Aksys-Gruppe abgeschlossen, teilte der Insolvenzverwalter Tobias Hoefer mit.

Bereits im April 2010 hatte die Mondragon-Gruppe den von der Aksys-Gruppe gehaltenen 50-Prozent-Joint-Venture-Anteil an der spanischen FPK S.A. gekauft. Durch den Verkauf blieben in Peine mehr als 100 Arbeitsplätze erhalten, so Hoefer weiter.

Ziel der Sanierung sei es von Anfang an gewesen, möglichst viele Standorte und Arbeitsplätze zu sichern. „Gelungen ist uns dies, indem wir die Gruppe in sinnvolle Einheiten aufgeteilt und in eigenständige Geschäftsbereiche überführt haben“, sagte Hoefer. So konnte er unter anderem auch Standorte erhalten, die nach dem Restrukturierungsprogramm der Aksys vor dem Insolvenzantrag geschlossen werden sollten.

Acht Standorte aus drei Geschäftsbereichen in Deutschland erhalten

Insgesamt konnte der Insolvenzverwalter in den drei Geschäftsbereichen Kunststoffe, Isolation und Entdröhnung der ehemaligen Aksys weltweit rund 1.900 Arbeitsplätze und acht Standorte in Deutschland sowie die Standorte in den USA, Spanien, Polen und Mexiko erhalten.

Seit dem 1. Juli 2010 haben auch die Kunststoff-Werke in Köngen und Ziemetshausen neue Eigentümer. Die Minda Schenk Plastic Solutions GmbH übernahm den Standort Köngen, die Geiger Automotive GmbH übernahm den Standort Ziemetshausen.

Andere Aksys-Unternehmen bereits verkauft

Zum 1. Mai 2010 hatte Hoefer die Werke Krumbach und Ellzee des Geschäftsbereichs Isolation der Aksys an den international tätigen Automobilzulieferer Borgers AG verkauft. Den Standort Bielefeld übernahm die Dr. Freist Automotive (DFA) mit Sitz in Goslar. Bereits Anfang April konnte Hoefer die Übergabe des Geschäftsbereichs Entdröhnung der Aksys an die Faist Chemtec GmbH und die Hannover-Finanz-Gruppe melden.

Die Geschäftsführung der Aksys GmbH hatte am 26. Mai 2009 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt. Dieser Schritt war notwendig geworden, da durch die Wirtschafts- und Finanzkrise, die besonders die Automobilindustrie mit voller Wucht getroffen hat, der Umsatz stark zurückgegangen war.

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