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Energieträger Frankreichs Wirtschaftsminister strebt Wasserstoff-Allianz mit Berlin an

| Autor / Redakteur: dpa / Thomas Günnel

Frankreich und Deutschland sollen bei der Wasserstofftechnik zusammenarbeiten. Den milliardenschweren Deal will der französische Wirtschafts- und Finanzminister Le Maire am kommenden Freitag einfädeln.

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Wasserstoff eignet sich als klimafreundlicher Energieträger. Frankreich und Deutschland könnten bei der notwendigen Technik zusammenarbeiten.
Wasserstoff eignet sich als klimafreundlicher Energieträger. Frankreich und Deutschland könnten bei der notwendigen Technik zusammenarbeiten.
(Bild: Toyota)

Frankreich strebt eine milliardenschwere Zusammenarbeit mit Deutschland in der Wasserstofftechnik an. Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire kündigte am Sonntag (6. September) im Sender „CNews“ an, er wolle dazu an diesem Freitag (11. September) zu Gesprächen nach Berlin reisen. Die Nutzung klimafreundlichen Wasserstoffs soll nach dem Willen der Brüsseler EU-Kommission stark ausgebaut werden, um die Energiewende voranzutreiben. Die Behörde hatte im Juli eine Strategie vorgelegt, wonach die Kapazitäten europaweit mit öffentlicher Unterstützung stark wachsen sollen.

Le Maire sagte in dem Interview, Frankreich wolle langfristig sieben Milliarden Euro in die Wasserstofftechnik investieren, in Deutschland seien neun Milliarden Euro geplant. „Ich hoffe, dass wir es schaffen, beim Wasserstoff ein gemeinsames deutsch-französisches und dann europäisches Vorhaben zu finden“, sagte der Ressortchef.

Gemeinsame Batteriefertigung

Berlin und Paris arbeiten bereits eng beim Aufbau einer europäischen Batteriefertigung zusammen. Es geht darum, angesichts des Booms von Elektroautos unabhängiger von Batterieherstellern aus Asien zu werden. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hatte in diesem Zusammenhang von einem „Airbus der Batterien“ gesprochen. Der Peugeot-Hersteller PSA mit seiner deutschen Tochter Opel und der französische Energiegigant Total mit seiner Tochtergesellschaft Saft hatten unlängst mitgeteilt, dass ihr Joint Venture für die Batteriefertigung von den Regierungen in Deutschland und Frankreich mit zusammen 1,3 Milliarden Euro gefördert wird.

Wasserstoff gilt als wichtiger Baustein für eine klimafreundliche Energieversorgung, denn bei der Nutzung entstehen keine Treibhausgase. Allerdings muss zur Herstellung zunächst mit großem Energieaufwand Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff gespalten werden. Klimaschonend ist dies nur, wenn dazu wiederum Strom ohne oder mit nur minimalen Treibhausgas-Emissionen während der Erzeugung verwendet wird, also zum Beispiel aus Sonne oder Wind.

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