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Interieur Fraunhofer entwickelt morphende Ablagefächer

| Autor / Redakteur: Holger Holzer/SP-X / Sven Prawitz

Ablagen im Auto müssen sein – auch wenn sie den Fluss des Cockpit-Designs stören können. Eine neue Technik soll den Zielkonflikt nun lösen.

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Die Struktur ist die Basis für ein „verschwindendes“ Ablagefach, etwa für Münzen, im Auto.
Die Struktur ist die Basis für ein „verschwindendes“ Ablagefach, etwa für Münzen, im Auto.
(Bild: Fraunhofer IWU)

Ohne ausreichende und praktische Ablagen ist auch das schönste Auto-Cockpit im Alltag nichts wert. Doch besonders ästhetisch sind die Fächer und Mulden selten. Eine neue Technik könnte den Konflikt zwischen Alltagstauglichkeit und Ästhetik künftig lösen – Forscher haben nun eine Ablage entwickelt, die bei Nichtgebrauch in Armaturenbrett oder Mittelkonsole verschwindet.

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Kooperation mit Automobilzulieferer

Die vom Fraunhofer Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik sowie dem Automobilzulieferer Brose vorgestellte formflexible Ablagefläche ist im inaktiven Zustand plan in den umliegenden Kunststoff integriert. Bewegt der Nutzer nun seine Hand in ihre Nähe, wird das von einem Sensor registriert, der einen Automatismus in Gang setzt. Für einen kurzen Moment fließt dann ein Strom durch die Drähte aus einer Formgedächtnislegierung, die jeweils die benachbarten Ecken des quadratischen Ablagebereiches miteinander verbinden. Die Drähte erhitzen sich und ziehen sich zusammen, so dass eine Mulde entsteht, die Schlüssel, Kleingeld und Co. aufnimmt. Werden die Gegenstände wieder entfernt, verschwindet auch die Ablage.

Erste Versuche mit einem Exemplar aus dem 3-D-Drucker waren den Forschern zufolge erfolgreich. Das additive Verfahren eigne sich jedoch nicht für eine spätere Serienfertigung. Nun soll eine Methode zur Groß- oder Kleinserienfertigung entwickelt werden. Untersucht werden dafür Spritzguss- und das Rolle-zu-Rolle-Verfahren.

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