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Wirtschaft Freudenberg Sealing Technologies bei der Car Conference

| Redakteur: Jens Scheiner

Torsten Maschke, President Automotive Marketing and Sales, von Freudenberg Sealing Technologies sprach als Teilnehmer eines internationalen Forums von Branchenführern auf dem Center for Automotive Research Management Briefing Seminare (CAR MBS) in Traverse City, Michigan, USA.

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Torsten Maschke, President, Automotive Marketing and Sales, von Freudenberg Sealing Technologies: „Im chinesischen Wachstumsmarkt brauchen Unternehmen eine starke Präsenz.“
Torsten Maschke, President, Automotive Marketing and Sales, von Freudenberg Sealing Technologies: „Im chinesischen Wachstumsmarkt brauchen Unternehmen eine starke Präsenz.“
(Foto: Freudenberg)

Unternehmen, die ihre Chancen im chinesischen Automobilmarkt nutzen wollen, müssen bereit sein, in diesem Land auch zu produzieren. Außerdem müssen sie sich vor Ort voll integrieren, um erfolgreich zu sein, erklärte Torsten Maschke. Während seines Vortrags informierte Maschke die Zuhörer über die Strategie von Freudenberg Sealing Technologies für China. Überzeugende Unternehmenswerte seien in neuen Regionen entscheidend. Dabei beleuchtete er auch den Innovationsprozess des Unternehmens, der Chancen und Risiken bei der Bewertung neuer Geschäftsmöglichkeiten abwägt.

Chancen nutzen

Trotz der Tatsache, dass wichtige technologische und gesetzgeberische Fragen in China aktuell noch ungelöst seien, biete die Größe des Marktes internationalen Autokonzernen und den Zulieferern der Branche erhebliche finanzielle Chancen, sagte Maschke. Aber diese Chancen würden am besten von Unternehmen genutzt, die bereit seien, eine lokale, industrielle Präsenz in China zu schaffen. So könnten sie den Anforderungen internationaler Kunden entsprechen, die vor Ort produzieren. Gleichzeitig könnten sie ihre Beziehungen zu chinesischen Fahrzeugherstellern ausbauen. Die Automobilindustrie nutze zunehmend globale Fahrzeug-Plattformen. Dieser Umstand gebe globalen Lieferanten mit einer soliden finanziellen Stabilität einen gewissen Vorteil, die notwendige Entwicklungs- und Fertigungskompetenz in China auszubauen.

„Sie werden sich nicht nur auf die Zusammenarbeit mit Ihren Lieferanten und deren hochentwickelte Technologien verlassen müssen, um diese Modelle in ihren Heimatmärkten erfolgreich zu machen“, wandte sich Maschke an seine Zuhörer. „Sie werden sich auch auf Lieferanten verlassen müssen, die in der Lage sind, diese Modelle für sie in China zum Erfolg zu führen“, so Maschke weiter. „Sie werden jede Unterstützung in diesem riesigen, neuen Markt brauchen, um die technischen und kulturellen Sachverhalte zu verstehen, die globale Plattformen herausfordernd und schwierig machen.“

Langfristig planen

„Die wirklichen Herausforderungen in China sind natürlich nicht die globalen Megatrends oder neue Technologie-Initiativen“, so Maschke weiter. „Die Herausforderungen bestehen darin, wie das Land darauf reagiert und wie wir als Lieferanten, auf die Bedürfnisse unserer Kunden reagieren und weiter wachsen. Eine der drängendsten Fragen für Lieferanten in China ist, wie sie mit den etablierten lokalen Akteure konkurrieren können.“

Unternehmen müssten höhere Qualität, bessere Verfahren, mehr Innovationen, überlegenen Kundenservice, also in Summe einen größeren Mehrwert als alle ihre Konkurrenten bieten. Sie müssten sich aber auch so weit in den Markt integrieren, dass sie zu einem lokalen Akteur werden. Und sie müssten flexibel sein. Flexibilität werde Unternehmen dabei helfen, sich zentralen Herausforderungen wie Ressourcenverfügbarkeit, gesetzliche Vorgaben und technologische Ungewissheit zu stellen. China könne möglicherweise sogar eine Vorreiterstellung bei der Einführung neuer Technologien in nicht allzu ferner Zukunft einnehmen, fügte Maschke hinzu. „Es gibt weiterhin zahlreiche Herausforderungen an die Branche in China, aber die Chancen sind groß.“

„Es reicht nicht, in China global ausgerichtet zu erscheinen, während alle Ihre Innovationen, Geschäftsprozesse und Technologieideen noch aus anderen Regionen stammen. Sie müssen die Bedürfnisse und Ideen verstehen und auf sie eingehen, mit denen die Automobilindustrie in anderen Ländern und Kulturen konfrontiert wird“, sagte Maschke abschließend seinen Zuhörern. „Sie müssen auch zu einem wesentlichen Teil der Globalisierungsstrategien Ihrer Kunden werden. Dies ist die einzige Möglichkeit, mit der Sie zur Lösung globaler Herausforderungen beitragen können, während Sie Ihren Geschäftsprinzipien treu bleiben. Wir sind Experten für beides.“

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