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Fehrer Für die Zukunft gerüstet

| Redakteur: Christian Otto

Der Automobilzulieferer Fehrer hat ein umfassendes Restrukturierungsprogramm aufgelegt. Unter dem Motto „Fehrer fit for future“ (4F) möchte das Unternehmen die Finanzierung seines Wachstumskurses und damit seine Unabhängigkeit sichern. Kunden, Banken, Gesellschafter und Mitarbeiter unterstützen das Programm.

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Fehrer befindet sich auf einem starken Wachstumskurs. Dafür sprechen laut Unternehmensangaben auch die guten Auftragszahlen. Das Unternehmen möchte aber auch langfristig unabhängig bleiben und ein weiteres Wachstum selbständig finanzieren. Dafür setzt das Unternehmen auf ein umfassendes Erneuerungsprogramm mit dem Namen „Fehrer fit for Future“ (4F). Dieses auf zwei Jahre angelegten Programms soll die Fehrer-Gruppe effizienter werden lassen. Dr. Bernd Welzel, Sprecher der Geschäftsführung der Fehrer-Gruppe, sagt hierzu: „Wir befinden uns in einem sehr dynamischen Wachstumsmarkt mit einem harten und vor allem globalen Wettbewerbsumfeld. Um dort weiter bestehen und erfolgreich sein zu können, werden wir durch 4F unsere Schlagkraft steigern und können nun noch schneller auf Marktveränderungen reagieren.“

Programm wird von allen Seiten mitgetragen

Im Rahmen des Restrukturierungsprogramms werden in den nächsten Monaten sämtliche Unternehmensbereiche geprüft. Die Verantwortlichen möchten alle Abläufe in Produktion, Vertrieb und Verwaltung so effizient und schlagkräftig wie möglich ausrichten. Dafür werden bis 2014 rund 80 Mio. Euro investiert. Die Vorbereitungen für die Finanzierung des Programms laufen schon seit mehreren Wochen: „Alle Beteiligten, Kunden, Banken, Gesellschafter und Mitarbeiter, haben sich in den Verhandlungen äußerst konstruktiv verhalten und unterstützen unseren Kurs“, sagte Welzel. Mehrere wichtige und langjährige Kunden aus der Automobilindustrie haben zum Beispiel langfristiger Aufträge vergeben. Das schafft laut der Fehrer-Gruppe Planungssicherheit und leistet zusätzliche Liquiditätshilfe. Auch die Gesellschafter tragen mit der Erhöhung ihrer Kapitaleinlage und die Banken mit der Erhöhung ihrer Kreditlinien zur Finanzierung und erfolgreichen Umsetzung des Restrukturierungsprogramms bei. Das sichert nach Angaben des Unternehmens die Finanzierung der Gruppe bis Ende 2014.

Mitarbeiter akzeptieren Sonderregelungen

Daneben leisten auch die Mitarbeiter und das Management ihren Beitrag. Die Arbeitnehmer der europäischen Standorte haben so im Rahmen eines Ergänzungstarifvertrages unter anderem Maßnahmen zugestimmt, die auf die zeitliche Verschiebung von Leistungen abzielen. Im Gegenzug sollen sie eine weitgehende Beschäftigungsgarantie und eine ertragsabhängige Zusatzvergütung ab dem Geschäftsjahr 2014 erhalten. So wird zum Beispiel die Umsetzung der zu erwartenden tariflichen Lohn- und Gehaltssteigerungen für das Jahr 2013 auf den 1. Januar 2014 verschoben. Die neuen ausländischen Fehrer-Standorte in Ungarn, China und den USA sind von den Regelungen des Ergänzungstarifvertrages ausgenommen. Sie unterliegen anderen, nicht vergleichbaren rechtlichen Bedingungen. Laut Fehrer steht bei ihnen zudem die beschleunigte wirtschaftliche Stabilisierung im Vordergrund.

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