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Automobilzulieferer Fusion mit Tata: Thyssenkrupp spaltet Stahl-Sparte ab

| Redakteur: Svenja Gelowicz

Über zwei Jahre haben die Verhandlungen gedauert: Nun haben der indische Stahlkonzern Tata Steel und Thyssenkrupp die Verträge für ein Joint Venture unterzeichnet. Beide halten jeweils die Hälfte der Anteile an dem neuen Unternehmen Thyssenkrupp Tata Steel.

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Heinrich Hiesinger, Vorstandsvorsitzender von Thyssenkrupp: „Die Fusion schafft für Thyssenkrupp und Tata Steel einen zusätzlichen Wert von rund fünf Milliarden Euro.“
Heinrich Hiesinger, Vorstandsvorsitzender von Thyssenkrupp: „Die Fusion schafft für Thyssenkrupp und Tata Steel einen zusätzlichen Wert von rund fünf Milliarden Euro.“
(Bild: Thyssenkrupp)

Thyssenkrupp spaltet sein Stahl-Geschäft ab: Das Unternehmen schließt sich mit dem indischen Konkurrenten Tata Steel zusammen – zu einem neuen Stahlkonzern namens Thyssenkrupp Tata Steel. Damit ist auch der Weg frei für einen weiteren Umbau beim Industriekonzern Thyssenkrupp. Die Strategie soll bis Mitte Juli stehen, lässt Thyssenkrupp verlauten. Beide Partner sind zu 50 Prozent an dem Joint Venture beteiligt. Die Unternehmen unterzeichneten am 30. Juni die entsprechenden Verträge.

Thyssenkrupp und Tata: Synergien in dreistelliger Millionenhöhe

Rund 48.000 Mitarbeiter sollen in dem neuen Stahlkonzern arbeiten. Heinrich Hiesinger, Vorstandsvorsitzender von Thyssenkrupp, über die Pläne: „Das Joint Venture adressiert nicht nur die Herausforderungen der europäischen Stahlindustrie. Es ist die einzige Lösung, die für Thyssenkrupp und Tata Steel erheblichen zusätzlichen Wert von rund fünf Milliarden Euro schafft.“ Grundlage dafür sind laut Hiesinger die umfangreichen Synergien, die jedes Unternehmen für sich alleine nicht realisieren könnte. Diese Synergien erwarten die Partner jährlich wiederkehrend in einer Höhe von 400 bis 500 Millionen Euro.

Stellenabbau im Zuge der Fusion

Die Transaktion muss noch durch die zuständigen Behörden freigegeben werden. Rund 4.000 Stellen sollen in den Verwaltungsbereichen und in der Produktion abgebaut werden, etwa die Hälfte davon in Deutschland.

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