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Additive Fertigung GE will Arcam und SLM Solutions übernehmen

| Autor / Redakteur: Stefanie Michel / Jens Scheiner

Wie General Electric (GE) am 6. September in den USA bekannt gab, will man die beiden europäischen 3D-Druck-Spezialisten Arcam AB und SLM Solutions Group AG für insgesamt 1,4 Milliarden Dollar übernehmen.

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GE will die Lübecker SLM Solution und das schwedische Unternehmen Arcam übernehmen, um sich stärker im Bereich 3D-Druck zu positionieren.
GE will die Lübecker SLM Solution und das schwedische Unternehmen Arcam übernehmen, um sich stärker im Bereich 3D-Druck zu positionieren.
(Bild: SLM Solutions)

Mit der Übernahme soll laut eigenen Angaben sowohl der interne Einsatz von additiver Fertigung vorangetrieben als auch der Weg hin zum 3D-Druck-Ausrüster geebnet werden. Die beiden Unternehmen sollen unter David Joyce, President und CEO von GE Aviation angesiedelt sein, der dann auch das Wachstum des Bereichs additive Fertigung verantwortet.

Die Übernahme von Arcam und SLM soll die bisherigen Möglichkeiten von GE hinsichtlich Materialwissenschaften und 3D-Druck stärken. Bisher hat das Unternehmen seit 2010 nach eigenen Angaben bereits 1,5 Milliarden Dollar in Produktion und additive Fertigungstechniken investiert. Bis 2020 will das Unternehmen eine Milliarde Dollar umsetzen.

Unternehmen stehen Übernahme positiv gegenüber

Das schwedische Unternehmen Arcam hat das Elektronenstrahlschmelzen, also ein metallbasiertes additives Verfahren, erfunden und bietet sowohl entsprechende Maschinen als auch das Metallpulver hierfür an. Die Kunden stammen aus der Luftfahrtindustrie und Medizintechnik. Im vergangenen Jahr hat Arcam mit etwa 285 Mitarbeitern 68 Millionen Dollar eingenommen. Pro Aktie hat GE für dieses Unternehmen ein Angebot von knapp 30 Euro gemacht, wie der Aufsichtsrat von Arcam in einem Statement bekannt gab.

Auch SLM Solutions aus Lübeck, Entwickler des selektiven Laserschmelzens, hat sich bereits zum Übernahmeangebot geäußert. Das junge Unternehmen hat 2015 mit 310 Mitarbeitern 66 Millionen Euro Umsatz erreicht. Den Aktionären bietet GE Aviation hier 38 Euro je Aktie. Vorbehaltlich der Prüfung der Angebotsunterlage beabsichtigen Vorstand und Aufsichtsrat, das geplante Übernahmeangebot auf Basis einer bereits getroffenen Zusammenschlussvereinbarung zu unterstützen.

Additive Verfahren von Arcam und SLM ergänzen sich

Warum das US-Unternehmen ausgerechnet diese beiden europäischen 3D-Druck-Pioniere ausgewählt hat, erklärt Joyce: „Wir sind von der Technologie und dem Führungsstil von Arcam und SLM begeistert. Beide bringen ein sich ergänzendes additives Verfahren mit.“ Damit will GE neues Geschäft in diesem Bereich aufbauen und Geräte sowie Produkte zur additiven Fertigung anbieten. Dazu wird das Unternehmen zwar seine globale Aufstellung nutzen, aber den Schwerpunkt in Europa belassen. Das heißt für die beiden Übernahmekandidaten: Sowohl ihr Firmensitz als auch die Führung und die Mitarbeiter bleiben an ihren bisherigen Standorten bestehen. Sie werden mit dem GE-weiten Netzwerk an Mitarbeitern im Bereich der additiven Fertigung zusammenarbeiten, vor allem mit dem Materialforschungszentrum in Niskayuna, New York (USA) und dem „additive design and production lab“ in Pittsburgh, Pennsylvania (USA).

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Über den Autor

 Stefanie Michel

Stefanie Michel

Journalist, MM MaschinenMarkt