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Frankreich Gegenwind für den Selbstzünder

Autor / Redakteur: sp-x / Julia Fischer

Frankreich ist selbst für europäische Verhältnisse eine Diesel-Hochburg. Doch jetzt bekommt der Selbstzünder dort kräftigen Gegenwind.

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Ab dem kommenden Jahr soll in Frankreich der Steuervorteil für Dieselkraftstoffe gegenüber Benzin um rund zwei Cent sinken.
Ab dem kommenden Jahr soll in Frankreich der Steuervorteil für Dieselkraftstoffe gegenüber Benzin um rund zwei Cent sinken.
(Foto: Pixabay)

Frankreich will die Vormachtstellung des Dieselmotors im Pkw-Bereich brechen. Der neue Premierminister Manuel Valls hat nun die dieselfreundliche Politik seines Landes als Fehler bezeichnet und will gegensteuern, wie die Zeitung „Le Figaro“ berichtet. Ab dem kommenden Jahr soll daher der Steuervorteil für Dieselkraftstoffe gegenüber Benzin um rund zwei Cent sinken. Zudem ist eine Umweltklassifizierung von Pkw geplant; Kommunen soll es so erleichtert werden, Autos mit besonders hohem Schadstoffausstoß aus den Städten zu verbannen. Ähnlich wie bei der deutschen Umweltzonen-Regelung dürften davon vor allem ältere Diesel-Fahrzeuge betroffen sein. Um Fahrern den Umstieg auf umweltfreundlichere Fahrzeug zu erleichtern, soll mehr Geld für staatliche Bonusprogramme zur Verfügung gestellt werden.

80 Prozent Marktanteil

In Frankreich ist der Diesel-Pkw besonders verbreitet. Während sich das Verhältnis Selbstzünder-Benziner im Rest des Kontinents ungefähr die Waage hält, fahren links des Rheins rund 80 Prozent der Autos mit Diesel-Kraftstoff.

Doch die starke Position des Diesels ist nicht nur in Frankreich gefährdet. Entsprechende Motoren sind zwar sparsamer als Ottomotoren, stoßen aber ohne teure Filtersysteme zu viele Schadstoffe aus. Aktuell macht die Einführung der Abgasnorm Euro 6 dem Diesel zu schaffen, verlangt sie doch ab der Mittelklasse aufwendige Stickoxid-(NOx)-Reinigung, die die Fahrzeuge teurer macht. Gleichzeitig werden die in Sachen NOx eher unproblematischen Ottomotoren - zumindest auf dem Papier - zunehmend sparsamer, so dass sie auch zu einer Politik passen, die auf CO2-Minimierung setzt.

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