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Continental Genivi-Multimedia-Head-Unit

| Redakteur: Bernd Otterbach

Continental geht im Oktober 2014 mit einer internetfähigen Multimedia Head Unit in die Serienproduktion. Bis 2018 rechnet der Zulieferer damit, ein großes Volumen zu erreichen.

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Die Multimedia Media Head Unit basiert auf dem Open Source Betriebssystem Linux und erfüllt den Genivi-Standard. „Wir sind Kernmitglied der Genivi Alliance und daher besonders stolz darauf, mit diesem Produkt in Serie zu gehen. Damit treiben wir die Standardisierung im automobilen Infotainment weiter voran.“, sagte Kieran O’Sullivan, Leiter des Continental-Geschäftsbereichs Infotainment und Connectivity.

Die Head Unit wird in verschiedenen Versionen für die kompakten Fahrzeugklassen und mit weiteren Funktionen auch für Fahrzeuge aus der Mittel- und Oberklasse in die Produktion gehen. Neben Radio, Audiomanagement, 3D-Navigation und Konnektivität zählen auch ein Internetbrowser und der Zugriff auf Internetdienste wie Wettervorhersage oder Verkehrsinformationen zu den grundlegenden Funktionen der Multimedia Head Unit. Ähnlich wie bei einem Smartphone können die Autofahrer neue Dienste und Updates aus einem bestimmten Angebot über das Internet laden.

Offen für Drittanbieter

Über ein Software Development Kit soll es Drittanbietern möglich sein, Anwendungen für die Head Unit zu entwickeln und sie nach Prüfung auf Qualität und Anwendungssicherheit in das Angebot aufnehmen zu lassen. Dadurch, dass wir das System bewusst für Drittanbieter offenhalten, können wir auf einen großen Fundus an Ideen und Ressourcen zurückgreifen – und je mehr Anwendungen für die Head Unit entwickelt werden, desto attraktiver wird die Technologie für den Autofahrer. So schließen wir die Lücke zwischen den rasanten Entwicklungszyklen der Unterhaltungselektronik und dem Fahrzeuginfotainment.“, so O‘Sullivan.

Bedienen kann der Fahrer die Multimedia Head Unit sowohl über berührungsempfindliche Oberflächen, als auch per Handschriftenerkennung und Sprachsteuerung. Diese Elemente hatte Conti bereits in seinem AutoLinQ-Konzept vorgestellt.

Touchscreen als zentrales Ein- und Ausgabegerät

In den Basisvarianten ist ein Touchscreen das zentrale Ein- und Ausgabegerät. Die Versionen für Ober- und Mittelklasse haben zusätzlich einen Bildschirm, der oberhalb des Touchscreens angebracht wird und rein der Ausgabe dient. Mit Schnittstellen zu den Fahrzeugdatenbussen steuert die Head Unit zudem fahrzeugeigene Funktionen wie die Klimaanlage oder das Schiebedach. Per Bluetooth, USB oder WLAN können Fahrer und Beifahrer auch externe Geräte mit der Head Unit verbinden und so die Internetverbindung des Fahrzeugs nutzen oder einfach die Musik ihrer Endgeräte über das Audiosystem des Fahrzeugs abspielen.

Eine Version dieser Technologie zeigte Conti auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas vom 08. bis 13. Januar 2012.

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