Ifo-Institut Geschäftsklima-Index verschlechtert sich

Autor / Redakteur: dpa / Lena Sattler

Die Stimmung in der Autoindustrie geht im Oktober weiter in den Keller – dabei liegen die Einschätzungen von Herstellern und Zulieferern weit auseinander.

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Auf dem Papier laufen die Geschäfte der Hersteller gut.
Auf dem Papier laufen die Geschäfte der Hersteller gut.
(Bild: Mercedes-Benz)

Das Geschäftsklima in der deutschen Autoindustrie hat sich weiter verschlechtert: Das Ifo-Branchenbarometer sank von 9,8 Punkten im September auf 8,5 Punkte im Oktober. „Die Hersteller und ihre Zulieferer bewerten die aktuelle Lage dabei sehr unterschiedlich“, sagte Oliver Falck, Leiter des Ifo Zentrums für Industrieökonomik und neue Technologien, am Dienstag im München.

Hersteller bleiben positiv

Die Geschäfte der Hersteller liefen weiterhin sehr gut: Der Lageindikator stieg von 29,9 auf 46,2 Punkte. Der Exportindikator fiel zwar, aber auf hohem Niveau: „Die Absatzmärkte im Ausland laufen noch immer prächtig“, sagte Falck. Die Auftragsbücher der Hersteller seien gut gefüllt. „Allerdings klagten alle Hersteller weiterhin über Lieferengpässe.“

Lage der Zulieferer weiterhin im Minus

Die Geschäftslage der Zulieferer bleibt trüb. Der Indikator verbesserte sich zwar von minus 11,5 auf minus 9,8 Punkte. Die Zulieferer klagen aber über Auftragsmangel. Die Nachfrage ist rückläufig. Aus dem Exportgeschäft erwarten sie kaum Impulse.

Die Produktionsaussichten blieben zurückhaltend mit plus 4,3 Punkten, nach minus 1,3 im September. „Aus den Zahlen spricht die Sorge vieler Zulieferer, nicht mit dem Strukturwandel in der Automobilbranche mithalten zu können“, sagte Falck.

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