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Bosch Gesetze treiben Wachstum an

| Redakteur: Jan Rosenow

Umweltfreundlichkeit und Sicherheit sind nach Ansicht des Stuttgarter Automobilzulieferers Bosch die wichtigsten Kriterien für moderne Autos weltweit. Technisch sieht man sich für diese Anforderung gut gerüstet.

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Der Stuttgarter Automobilzulieferer Bosch profitiert von den weltweit verschärften Abgas- und Sicherheitsrichtlinien. Er erwarte aufgrund der steigenden Nachfrage nach sicheren, sauberen und sparsamen Fahrzeugen positive Effekte für das Zuliefer- und Aftermarket-Geschäft, prognostizierte Bernd Bohr, Vorsitzender des Unternehmensbereichs Kraftfahrzeugtechnik, auf dem Bosch Motorpressekolloquium in Boxberg.

"Wir haben die richtigen Technologiefelder besetzt und sind damit in der Lage, die Zukunft des Automobils in vielen Schlüsselbereichen maßgeblich mit zu gestalten", ergänzte er. Beispielhaft dafür ist die amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde. Sie schreibt vor, dass ab 2011 alle Neuwagen mit dem elektronischen Stabilitätsprogramm ESP ausgestattet sein müssen. "Das wird unseren ESP-Jahresabsatz in den USA bis 2010 auf nahezu drei Millionen Systeme verdreifachen", berichtete Bohr. Der Absatz von Common-Rail-Systemen in Indien und China soll laut Bohr gar auf 2,6 Millionen Einheiten im Jahr 2010 steigen? derzeit sind es erst 200.000.

Der Grund sind die strengeren Abgaslimits in den asiatischen Schwellenländern, die der Diesel nur mit einer elektronisch geregelten Einspritzung erfüllt. Mit einfacheren Varianten der bekannten Bosch Produkte, zum Beispiel einer neu entwickelten Common-Rail-Pumpe mit geringerem Einspritzdruck, sieht sich Bosch für die Preisverhandlungen mit asiatischen Kunden gerüstet. Grundsätzlich misst das Stuttgarter Unternehmen dem wachsenden Segment der Billigautos (Nettopreis unter 7 000 Euro) große Bedeutung bei:

„Wir erwarten im Jahr 2010 eine Milliarde Euro Umsatz mit Produkten für Low Price Vehicles“, prognostizierte Bohr. Das entspräche einem Marktanteil von rund 25 Prozent in diesem Segment. Auf den entwickelten Märkten setzt Bosch weiter auf High-Tech für weniger Verbrauch und sauberes Abgas: „Wir haben sowohl für den Benzin-Hybrid als auch für den Diesel-Hybrid Serienaufträge bekommen“, verkündete Bohr, ohne jedoch die Namen der Kunden zu nennen.