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IAA 2015

Gestensteuerung im Automobil

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Fünf Gesten im neuen 7er

Im neuen BMW 7er, der auf der IAA vorgestellt wird, kommt das System erstmals in einem Serienfahrzeug zum Einsatz. Fünf Handzeichen gibt es. Führt der Fahrer sie vor der Mittelkonsole aus, erkennt sie die Kamera. Lässt man beispielsweise den Zeigefinger rechts herum kreisen, wird die Musik lauter, links herum leiser. Eine Menge mehr Gesten wären möglich, ob sie auch sinnvoll sind, ist eine andere Frage. „Niemand kann wollen, dass der Kunde 20 verschiedene Gesten auswendig lernt“, sagt Owens. Die Gestensteuerung, die der Zulieferer auf der IAA zeigt, kann theoretisch dennoch 15 bis 20 Bewegungen erkennen.

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Eine weitere Schwierigkeit sind die Dreidimensionalität und die persönlichkeitsspezifische Ausführung vieler Bewegungen. Möglich wäre beispielsweise das Zoomen mit zwei Fingern wie beim Smartphone, das ohne langes Tippen eine Navikarte vergrößern könnte. Doch dies ist eine Geste auf zwei verschiedenen Achsen, die man sehr unterschiedlich ausführen kann – zu viel Verwechslungspotenzial.

Der digitale Lebensstil

Noch für eine ganze Weile werden Sprach- und Gestensteuerung heutige Bediensysteme ergänzen und nicht ersetzen, glaubt Owens und gibt ein Beispiel: „Ich denke Kunden mögen die Sicherheit, das Radio mit einem mechanischen Knopf lauter oder leiser zu stellen.“ Je mehr man sich aber an den digitalen Lebensstil gewöhne, umso eher akzeptiere man auch neue Bedienmöglichkeiten im Auto.

Künftig hänge es von der Charakteristik des Fahrzeugs ab, welche Bedienung angeboten werde. „Die Fahrzeughersteller haben unterschiedliche Visionen, das ist Teil des Wettbewerbs“, erklärt Owens. Statt PS und Design werde die so genannte „User Experience“, also die positive Erfahrung, die der Nutzer mit der Bedienung macht, immer wichtiger.

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