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Deloitte-/IHS-Studie Gewinnerstrategien der Automobil-Zulieferindustrie

| Redakteur: Michael Ziegler

Die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte hat gemeinsam mit dem Informationsunternehmen IHS, im Rahmen einer Studie, weltweit 214 Automobil-Zulieferer hinsichtlich deren Erfolgsfaktoren untersucht. Die Deutschen schneiden überdurchschnittlich gut ab.

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Die deutschen Automobil-Zulieferer sind überdurchschnittlich erfolgreich.
Die deutschen Automobil-Zulieferer sind überdurchschnittlich erfolgreich.
(Quelle: Deloitte/IHS)

Die Aktienkurse deutscher Automobilzulieferer haben sich in den letzten zehn Jahren gut entwickelt. Anleger haben von der Erholung nach der Finanz- und Wirtschaftskrise überdurchschnittlich profitiert. Von den globalen Top-Performern der Branche kommen die meisten aus Europa und davon fast die Hälfte aus Deutschland. Diese setzen vor allem auf Technologie, Innovation und Modularisierung ihres Produktportfolios. Die aktuelle Deloitte-/IHS-Studie „Delivering Exceptional Shareholder Value: Analysis of Leading Performance in the Automotive Supply Base“, bei der global 214 Unternehmen, darunter 48 europäische (darunter 18 deutsche), in die Analyse einbezogen wurden, zeigt die Top-Performer sowie sechs Gewinnerstrategien und die dafür maßgeblichen strategischen und operativen Hebel der einzelnen Marktteilnehmer.

„Die Zulieferindustrie muss sich auf bedeutende Veränderungen einstellen. Dazu gehören insbesondere veränderte Käufergewohnheiten und immer strengere Abgasgrenzwerte für Kraftfahrzeuge. Hinzu kommen immer kürzere Modellzyklen sowie das Aufkommen alternativer Antriebskonzepte “, erklärt Siegfried Frick, Partner Automotive bei Deloitte.

Shareholder Value von 160 Mrd. USD

Insgesamt haben die Top-Zulieferer in den letzten zehn Jahren weltweit den Shareholder Value (Aktionärswert) um über 50 Prozent bzw. mehr als 160 Milliarden USD gesteigert: Die Besten haben den Wert um 449 Prozent verbessert, das Mittelfeld hat ein Plus von etwa 106 Prozent generiert, während die Schwächsten rund 9 Prozent an Werten eingebüßt haben.

Die Branchenbesten haben die Effekte der zurückliegenden Krisenjahre bereits ausgeglichen, während andere das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht haben – zusammen konnte knapp ein Viertel der Verluste wieder kompensiert werden. Für die schwächeren Unternehmen bedeutet das einen leichten, aber kontinuierlichen Wertverlust. Damit zeigt sich ein breiter Graben zwischen den Besten und den Schwächsten der Branche – insbesondere in den Industrieländern.

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