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Wirtschaft Gewinnwarnung bei BMW

| Autor / Redakteur: Sm/Ampnet / Sven Prawitz

BMW reduziert die Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr. Als Gründe gibt der OEM die Umstellung auf das Abgas-Prüfverfahren WLTP sowie teure Rückrufe an.

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Der Hauptsitz von BMW in München.
Der Hauptsitz von BMW in München.
(Bild: BMW)

Die BMW Group dämpft die Erwartungen an das laufende Geschäftsjahr. Aufgrund der der Umstellung auf das neue Abgas-Prüfverfahren WLTP sowie teurer Rückrufe sinke die operative Umsatzrendite im Kerngeschäft Automobile in diesem Jahr unter das eigentliche Ziel von 8 bis 10 Prozent. Das teilte der Dax-Konzern am Dienstag (25. September) in München mit. Bisher hatte das Unternehmen ein Konzernergebnis vor Steuern auf dem Rekordniveau des Vorjahres prognostiziert. Jetzt wird ein Konzernergebnis vor Steuern „moderat unter dem Vorjahreswert“ erwartet (zuvor: auf Vorjahresniveau).

Im Segment Automobile wird nun ein Umsatz leicht unter dem Vorjahreswert erwartet (zuvor: leicht über Vorjahreswert). Die EBIT-Marge im Segment Automobile wird nun bei mindestens 7 Prozent erwartet (zuvor: 8 bis 10 Prozent).

Höherer Wettbewerb durch WLTP-Umstellung

Als Gründe für die heutige Neueinschätzung nennt BMW im Wesentlichen folgende Umstände: Trotz frühzeitiger Implementierung der WLTP-Prozesse habe die branchenweit erforderliche Umstellung auf den neuen Prüfzyklus auf mehreren europäischen Märkten zu erheblichen Angebotsverwerfungen und einer unerwartet hohen Wettbewerbsintensität geführt.

Außerdem habe ein höheres Volumen an Kulanz- und Gewährleistungsmaßnahmen zu deutlich höheren Zuführungen zu den Rückstellungen erfordert. Darüber hinaus sorgten die andauernden internationalen Handelskonflikte für eine sich verschärfende Marktsituation und Ungewissheit. Diese Umstände führen stärker als erwartet zu Verwerfungen in der Nachfrage und Belastungen im Preisumfeld auf mehreren Automobilmärkten. Dies wirkt sich – so BMW – sowohl im dritten als auch im vierten Quartal deutlich auf das Konzernergebnis vor Steuern und die EBIT-Marge im Segment Automobile aus.

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