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Motorsport Engineering Gibson bekommt Zuschlag für LMP2-Motor

Autor / Redakteur: Annette Laqua / Wolfgang Sievernich

Ab dem Jahr 2017 liefert Gibson Technology für vier Jahre die Triebwerke für die LMP2-Klasse. Der einheitliche Antrieb trägt die Bezeichnung GK428.

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Das neue LMP2-Triebwerk kommt von Gibson Technology und leistet 450 kW (rund 610 PS).
Das neue LMP2-Triebwerk kommt von Gibson Technology und leistet 450 kW (rund 610 PS).
(Bild: Gibson)

Seit August 2015 arbeiten Ingenieure von Gibson Technology nun an der Entwicklung des neuen LMP2-Triebwerks. Das Aggregat mit der Bezeichnung GK428 liefert eine Leistung von 450 kW (rund 610 PS) und ein Drehmoment von 555 Nm. Damit ist es rund 150 PS stärker als der aktuelle LMP2-Antrieb, denn die Annäherung der LMP2-Fahrzeuge an die Leistung der LMP1-Boliden war eine der Zielvorgaben der FIA und des Le-Mans-Veranstalters ACO. Seit Dezember vergangenes Jahres läuft das V8-Triebwerk, das bei einem Gewicht von 135 Kilogramm einen Hubraum von 4,2 Litern aufweist und von der Cosworth-Elektronik MQ12DI gesteuert wird, nun auf dem Prüfstand und hat in dieser Zeit bereits rund 10.000 Prüfstand-Kilometer absolviert.

Testfahrten ab August

Nun erhielten die Briten den Lohn der harten Arbeit, denn Gibson wurde als alleiniger Motor-Ausrüster für die LMP2-Teams in der FIA Langstreckenmeisterschaft WEC inklusive der 24 Stunden von Le Mans, der European Le Mans Series (ELMS) und ab 2019 auch der Asian Le Mans Series (AsLMS) auserkoren. Jetzt folgt ein strammer Zeitplan für die Auserwählten: Mitte August sollen bereits vier Exemplare des Triebwerks fertiggestellt sein, damit jeder der vier zugelassenen Chassishersteller Dallara, Oreca, Onroak und Riley/Multimatic einen Motor für private Testfahrten zur Verfügung hat. Bis Ende Oktober sollen weitere sechs Aggregate bereit sein, bevor weitere zehn Motoren Anfang Dezember 2016 ausgeliefert werden sollen. Somit haben die LMP2-Mannschaften über den Winter Zeit, sich intensiv auf die neue Saison vorzubereiten.

„Wir fühlen uns geehrt, dass wir den Zuschlag erhalten haben und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den LMP2-Teams“, so Gibson-Chef Bill Gibson. „Gibson Technology hat über 20 Jahre Erfahrung als Einheitsmotorlieferant für diverse Rennserien, unter anderem für die Formel 3.5 V8, und ich bin sicher, dass wir die ohnehin schon gut aufgestellte LMP2-Klasse sogar noch erfolgreicher machen können.“

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