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GM, DC und BMW GM, DC und BMW kooperieren beim Hybrid

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BMW und DaimlerChrysler sowie General Motors (GM) sitzen bei der Entwicklung uvon Hybridantrieben in einem Boot.

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( Archiv: Vogel Business Media )

BMW und DaimlerChrysler sowie General Motors (GM) sitzen bei der Entwicklung von Hybridantrieben in einem Boot. Der Münchner Autokonzern BMW hat sich am Mittwoch, 07.09., der bereits bestehenden Allianz von DaimlerChrysler und GM zur Entwicklung von Hybrid-Antrieben angeschlossen. In einer gemeinsamen Mitteilung der drei Autokonzerne hieß es, man wolle gleichberechtigt kooperieren, um konsequent das Know-how zu bündeln und schnell die Entwicklung der Hybridantriebe der Zukunft voranzutreiben.

Ein gemeinsames Entwicklungszentrum entsteht in Troy bei Detroit. Dort sollen so genannte "Two-Mode"-Hybridantriebssysteme entwickelt werden, die den Antrieben des Marktführers Toyota überlegen sein sollen. "Mit der Beteiligung der BMW Group in der Kooperation gewinnen wir einen weiteren kompetenten Partner für die Entwicklung führender Hybridsysteme", sagte Tom Stephens, Chef von GM Powertrain. "Mit dieser Kooperation bereiten wir den Weg für eine umfassende Zusammenarbeit der drei Automobilhersteller.

Außerdem ist die Hybrid-Allianz auch auf Zusammenarbeit mit weiteren Partnern ausgerichtet." DaimlerChrysler und GM hatten bereits früher angekündigt, 2007 Fahrzeuge mit der neuen Technologie auf den Markt bringen zu wollen. Als ein Interessent für eine Beteiligung an der Hybrid-Allianz war bislang auch der Stuttgarter Sportwagenhersteller Porsche genannt worden.

Die Kooperation gilt als Kampfansage an den japanischen Toyota-Konzern, der mit Hybridfahrzeugen (Kombination von normalem Motor und Elektroantrieb, der seine Kraft aus einer Batterie bezieht) in den USA große Erfolge feiert.

Die "Two-Mode"-Hybridtechnologie verbessert nach Angaben der Autobauer die Leistungsmerkmale sowie Kraftstoffverbrauch und die Reichweite eines herkömmlichen Hybridfahrzeuges. Im Stadtverkehr und Stop- and Go-Betrieb könne das Fahrzeug entweder nur mit den zwei Elektromotoren, nur mit dem Verbrennungsmotor oder mit beiden Antrieben gleichzeitig bewegt werden.

Dabei kommt das Kraftstoff-Einsparpotenzial des Hybriden voll zur Geltung. Die Zusammenarbeit drei so großer Autokonzern mit Zulieferern und die gemeinsame Nutzung von Komponenten ermögliche signifikante Skaleneffekt mit einer entsprechenden guten Kosten-Nutzen-Relation für die Kunden, hieß es.

Continentalund ZF Friedrichshafen haben am Dienstag eine Kooperation angekündigt, um 2007 marktreife Hybrid-Antriebe auf den Markt bringen zu können. Auch der weltgrößte Automobilzulieferer Bosch (Stuttgart) arbeitet mit einem europäischen Autobauer an einem Hybrid-Projekt, dass ebenfalls 2007 auf die Straße kommen soll.