Suchen

VW Golf ohne 6

| Redakteur: Jens Meiners

Sie sind draußen - durch ein Leck im Internet: Erste offizielle Bilder des Golf VI, den VW auf dem Pariser Salon im Oktober präsentiert.

Verkaufsstart ist unmittelbar danach. Die Produktion des Golf V wurde bereits gestoppt. Damit ist der in der Herstellung teure Golf V die Golf-Generation mit der kürzesten Laufzeit überhaupt. Der charismatische Golf IV ist dagegen noch heute in einigen Ländern in Produktion.Der Golf VI wurde relativ schnell entwickelt. Er übernimmt das Dach des Vorgängermodells, alle anderen Blechteile wurden geändert. Das vom früheren Designchef Günak eingeführte Rückleuchtendesign mit LEDs unter weißem Glas hat man verworfen. Der Golf VI orientiert sich im Heckbereich am Touareg, in der Frontpartie am Scirocco.

Als Motorisierung dienen zum Serienstart vier Benziner - ein 1,4-Liter-Motor mit 59 kW/80 PS, ein 1,6-Liter-Motor mit 75 kW/102 PS, ein turbogeladener 1,4-Liter-Motor mit 90 kW/122 PS und ein turbo- und kompressorgeladener 1,4-Liter-Motor mit 118 kW/160 PS. Die Dieselmotoren werden komplett auf Common-Rail-Einspritzung umgestellt. Hier startet der Golf VI mit einer 81 kW/110 PS und einer 103 kW/140 PS starken Version des 2,0-Liter-TDI. Kurz darauf folgen eine 125 kW/170 PS starke Variante und ein neuentwickelter 1,6-Liter-TDI mit 66 kW/90 PS.

Für die Kraftübertragung sorgen je nach Motorversion 5- oder 6-Gang-Schaltegetriebe sowie ein „trockenes“ 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe und für die Motoren mit höheren Drehmomenten eine „nasses“ 6-Gang-Einheit.

Stilelemente vom Eos

Das Interieur wurde mit Stilelementen vom Eos überarbeitet und hochwertiger gestaltet. Die charakteristische blau Instrumentenbeleuchtung wird auf ein kaltes Weiß umgestellt. Fahrerassistenzsysteme und Komfort-Features spielen eine große Rolle. Erstmals in seiner Klasse kommt der Golf mit einem lasergestützten Geschwindigkeitsregelung, die den Abstand korrekt einhält. Außerdem kommt ein elektronisch geregeltes Fahrwerk und eine automatische Einparkhilfe, die das Lenken selbständig übernimmt.

Kein durstiger V6 mehr

Der GTI kommt Anfang 2009, um 7kW/10 PS auf 154 kW/210 PS erstarkt. Nach oben abgerundet wird das Programm durch den Nachfolger des R32, der nicht mehr auf den leistungsstarken, aber durstigen VR6-Motor zurückgreift. Das neue Spitzenmodell bekommt vielmehr eine Variante des 2,0-Liter-Turbo-Direkteinspritzers mit vier Zylindern, der schon heute mit 195 kW/265 PS im Audi S3 und mit 200 kW/272 PS im Audi TTS eingesetzt wird. Im neuen R-Modell wird er ähnliche Leistungswerte erreichen.

(ID:265181)