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Reifen Goodyear schließt Reifenwerk in Phillipsburg

Redakteur: Wolfgang Sievernich

Am kleinsten deutschen Standort sollen bis Ende 2017 rund 900 Arbeitsplätze entfallen. Künftig will sich Goodyear auf höhere Zollgrößen konzentrieren.

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Goodyear schließt bis Ende 2017 den deutschen Standort Phillipsburg. 890 Arbeitsplätze fallen weg.
Goodyear schließt bis Ende 2017 den deutschen Standort Phillipsburg. 890 Arbeitsplätze fallen weg.
(Bild: Goodyear)

Der US-amerikanische Reifenhersteller Goodyear will mit dem deutschen Standort Phillipsburg eines seiner sieben Werke in Deutschland schließen. Bis Ende des kommenden Jahres entfallen am Standort in Baden-Württemberg damit 890 Arbeitsplätze. Von den Goodyear Produktionsstandorten besitzt Philippsburg den höchsten Anteil an Reifen in kleineren Zollgrößen; 16 Zoll und niedriger. Bei OEMs geht aber der Trend zu höheren Zollgrößen, sowohl in der Erstausrüstung als auch im späteren Ersatzteilgeschäft. Im Vergleich liegt der prozentuale Anteil kleinerer zu größeren Zollgrößen in Phillipsburg bei 70 zu 30. Das kleinste Werk in Deutschland sei deshalb die geeignetste Option Überkapazitäten zu reduzieren.

Verlagerung auf europäische Standorte

Teile der Produktion sollen künftig auf andere Fabriken im europäischen Produktionsverbund ausgelagert werden. Das Unternehmen produziert in Deutschland jährlich rund 30 Millionen Reifen, auf Phillipsburg entfallen fünf Millionen Reifen für europäische Kunden. Im Mai 2015 hatte der Reifenhersteller den Standortsicherungspakt mit der Belegschaft einseitig gekündigt. In Deutschland betreibt Goodyear Dunlop in Fulda, Fürstenwalde, Hanau, Riesa und Wittlich weitere Reifenfabriken.

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