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Umwelt Greenpeace demonstriert bei Volkswagen

| Redakteur: Thomas Günnel

Greenpeace-Aktivisten demonstrieren seit heute Morgen (19. April) bei der Hauptversammlung des VW-Konzerns in Hamburg. Mit der Botschaft „Verantwortung ernst nehmen: Ehrlicher Klimaschutz jetzt!“ appellieren die Aktivisten an den Automobilhersteller, die CO2-Grenzwerte der eigenen Autoflotte stärker zu senken als geplant.

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Die Forderung von Greenpeace an Volkswagen: „Verantwortung ernst nehmen: Ehrlicher Klimaschutz jetzt!“
Die Forderung von Greenpeace an Volkswagen: „Verantwortung ernst nehmen: Ehrlicher Klimaschutz jetzt!“
( Greenpeace)

Die Umweltschützer haben dazu am Eingang des CCH Congress Center Hamburg ein zwölf mal fünf Meter großes Banner befestigt. Greenpeace hofft, dass mit dem Einzug von Ursula Piech in den Aufsichtsrat auch der Klimaschutz eine neue Stimme erhält. „Klimaschutz ist keine Sonderausstattung. Wir hoffen, dass Frau Piech genau das der technikverliebten VW-Führungsriege klar macht“, sagt Wolfgang Lohbeck, Verkehrsexperte bei Greenpeace.

Am Tag der Hauptversammlung hat Volkswagen seinen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Greenpeace kritisiert, dass die darin formulierten Umweltziele nicht ambitioniert genug seien. „Volkswagen erhebt den Anspruch, Pionier in Sachen Umweltschutz zu sein. Es genügt jedoch nicht, sich im Mittelfeld zu bewegen“, so Lohbeck. Der Weltkonzern VW beeinflusst die Modellpolitik anderer Hersteller weltweit und muss dieser Vorbildfunktion gerecht werden. „Showcars mit 1-Liter-Verbrauch dürfen nicht als Nischenprodukt mit Alibi-Funktion dienen“, sagt Lohbeck. „VW muss seine klimaschonende Spritspartechnik in alle Neuwagen ohne Mehrpreis einbauen.“ Greenpeace vermisst nach eigenen Angaben bei den Umweltzielen des Konzerns eine klare Aussage zu den geplanten CO2-Grenzwerten der VW-Neuwagenflotte im Jahr 2020. Die EU wird demnächst für dieses Entscheidungsjahr einen Grenzwert festlegen. Die Diskussion dreht sich derzeit um 95 Gramm CO2 pro Kilometer.

Bereits zwei Tage vor der Hauptversammlung hatten Greenpeace-Aktivisten bereits auf dem Dach des VW-Verwaltungsgebäudes in Wolfsburg protestiert. Der Verein sei weiterhin zu einem Dialog auf offizieller Ebene mit Volkswagen bereit.

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